Thüringer Titelkämpfe im Kreuzheben 2018

Motor Arnstadt ist wieder da - als Ausrichter
Bierfassheber - Weißensee’r und Jena jubeln am meisten.

Für die SG Motor Arnstadt ist die Wettkampfeinweihung ihrer Traditionssportstätte an der Hammerecke nach längerem Umbau und Renovierung gelungen.

Am Samstag, 09. Juni 2018 waren die kräftigsten Thüringer Frauen und Männer nach Arnstadt gereist, um die Thüringer Kreuzhebertitel 2018 zu vergeben. Nach der Umstrukturierung des Wettkampfkalenders in diesem Jahr, erstmals seit Jahren findet diese Meisterschaft auch in Thüringen im Sommer statt, nutzten die Arnstädter die Landesmeisterschaften im Kreuzheben für die Wettkampftaufe ihres „neuen“ und alten Domiziles. Mit der höchsten Meldelisten-Teilnehmerzahl dieser Titelkämpfe der letzten 10 Jahre, mit Startern aus 14 Vereinen (10 Frauen / 39 Männer), erwartete uns ein wie gewohnt guter Wettkampf in Arnstadt, der mit all der Erfahrung der Hausherren ausgerichtet wurde. Mit 21 Startern aus den Jugend und Junioren-Altersklassen, 19 Hebern im Aktivenbereich sowie neun Altersklassenteilnehmern ist unser Landesverband gut aufgestellt.

Wie in den letzten Jahren fand trotz des Sommertermins im Rahmen der Titelkämpfe im Kreuzheben auch unsere Jahrestagung der KDK-Vereine statt, einen zweiten Termin wird es im Herbst noch geben. Neben aktuellen Themen wie der Datenschutzverordnung kamen der Wettkampfkalender 2018 und 2019, die Weiterentwicklung unseres Sports in Thüringen und einzelne Themen zum Wettkampfbetrieb im Landesverband zur Sprache. Ein Protokoll geht allen Vereinen zu.

In den Damenklassen teilten sich der KSV Weißensee (3 Titel), der PSV Sonneberg (2 Titel), der USV Jena (2 Titel) sowie die SG Motor Arnstadt mit dem Sieg von Astrid Benitsch und der Gothaer Bierfassheberverein die Titel 2018. Mit vier Landesrekorden (142,5 und 152,5 jeweils Junioren und Aktive) präsentierte sich Marie Hauschild, erstmals in diesem Jahr auf Landesebene, erfolgreich. Astrid siegte mit 157,5 kg und 172,29 Punkten in ihrer Klasse und auch in der Relativwertung aller Equipment-Starter. Die Relativpokale RAW holten sich Jolien Steiner von PSV in der Jugend und Anna Cirmon (USV) in der Kategorie Junioren-Aktive.

Die Jugendklassen dominierten wie zuletzt bei den KDK-Meisterschaften die Vereine aus Weißensee, Zillbach, Gotha, Ruhla und Roßdorf. Tobias Pomeranz erzielte in der Jugend B bis 93 kg mit 160 kg einen neuen Landesrekord. Den spannendsten Kampf des Tages lieferten sich der jüngste Rohdiamant der Zillbacher, Sidney Förtsch, und Clemens Wüstemann aus Weißensee. Hier hatte letztlich Sidney mit 2,5 kg Vorsprung die Nase vorn, während Clemens die RAW-Relativ-Wertung gewinnen konnte. So endete der Tag mit einem Erfolgserlebnis für beide Talente

 

Sidney Förtsch (KSV Zillbach) in seinem ersten Wettkampfjahr - zum ersten Mal mit Gold.
Umrahmt von seinen beiden Kontrahenten aus Weißensee - rechts Clemens Wüstemann (Silber) und links Julian Meißner (Bronze)

Die leider nur zwei gestarteten Junioren überzeugten aber umso mehr mit 230 kg und Titel für Richard Schmidt, HSV Weimar und zwei Landesrekorden für Johannes Becker, USV Jena, mit 240 und 250 kg in der Klasse bis 120 kg.

Leichtester aber bester Aktiver auf der Bohle an der Hammerecke war Marcus Siegmund vom Bierfassheberverein. Er überzeugte mit 225 kg, Klassensieg und Relativsieger RAW-Junioren-Aktive). Die weiteren Goldmedaillen nahmen Jena, mit Clemens Brömel, die Bierfassheber mit Ramon Baubel und Tom Förster sowie Weißensee und Zillbach mit Marko Hirt und Florian Bittdorf mit. Ein Beispiel über die Ernsthaftigkeit mit der wir unseren Sport betreiben, lieferte unfreiwillig Josè Ivan Gonzàles Abad, der Weißensee’r mit spanischen Blut. Er kämpfte beim zweiten Versuch, 210 kg und PB, im wahrsten Sinne bis zum Umfallen, konnte sich aber nach dieser Schrecksekunde über seinen zweiten Platz freuen. Mit Freude sind auch die Anstrengungen der Großkochberger registriert, ihre Ergebnisse im Dreikampf/Kreuzheben demnächst ihren überragenden Bankdrückleistungen anzupassen.

Dass die „Altenpflege“ als wichtige und schöne Aufgabe erfolgreiche Früchte tragen kann, demonstrierten neun Starter aus immerhin sieben verschieden Vereinen, mit je zwei Titel für den IASC Erfurt und den PSV Sonneberg. Die Titel für Sonneberg gingen an Egon Escher und Karl-Heinz May. Wenn auch ohne Gegner, ließen es sich beide nicht nehmen mit ihren Leistungen die bestehenden Thüringer Landesrekorde zu bestätigen. Einen besonderen Fight lieferten sich nach längerer Wettkampfabstinenz die Altmeister Guido Biastoch und Sven Kullmann. Alle vier gültigen Versuche der Klasse AK II bis 120 kg waren neue Landesrekorde. Guido legte mit 190 kg vor, bis dann „Kulle“ mit 220, 240, und 250 einen Rekordtag der besonderen Art zeigte. Herzlichen Glückwunsch. Relativ gewertet setzte sich Fabrizio Quenzel durch.

Danke für die gute Zusammenarbeit, die gelebte Gastfreundschaft der Arnstädter, das sichere Kampfgericht und herzliche Glückwünsche zu den errungenen Leistungen und den schönen Tag in Arnstadt, an dem es außer vielleicht an ein oder zwei SaV-Talenten (die schon Fast-Erfurterin Marie mal nicht gezählt) sicher an nichts gefehlt hat.

 

 

Carsten Hauschild
TAV Sportwart Kraftdreikampf

Bildquelle: Matthias Wagner (KSV Zillbach)

Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer e.V.
www.bvdk.de