Patrick Lösel holt Gold - Johanna Hübenthal sichert sich Bronze

Mit ausgezeichneten Leistungen konnten alle drei deutschen Starter bei den Welttitelkämpfen in Potchefstroom / Südafrika im Kraftdreikampf der Jugend und Junioren 2018 überzeugen.

Als erste deutsche Teilnehmerin musste sich Marie Hauschild vom KSV Weissensee in der Juniorenklasse bis 72 kg mit der Weltklasse messen. Der Wettkampf fing für sie mit einem ungültigen Versuch von 200 kg in der Kniebeuge nicht gerade vielversprechend an. Im zweiten Durchgang gelang diese Last jedoch ohne Probleme. Auch die abschließenden 205 kg kamen sicher in die Wertung. Mit gelungen Versuchen von 117,5 kg und 122,5 kg beim Bankdrücken konnte sie sich in der Zwischenwertung den vierten Rang sichern. Lediglich 125 kg waren an diesem Tag zu schwer. Im Kreuzheben schaffte sie mit gültigen 160 kg, 172,5 kg und 177,5 kg neue persönliche Bestleistungen. Das Total von 505 kg – was gleichzeitig das Erreichen der A-Norm der Aktivenklasse bedeutete – brachte sie auf den vierten Platz. Um die Medaillenränge gab es eine äußerst knappe Entscheidung, die letztendlich durch die Minimallast von 2,5 kg bzw. aufgrund des leichteren Körpergewichts entschieden wurde. Siegerin wurde die Schwedin Jessica Lowe mit 547,5 kg. Die Silbermedaille sicherte sich die Russin Mariia Erokhina mit 545 kg gefolgt von der US-Amerikanerin Cassandra Carlton mit ebenfalls 545 kg.

Mit neuen deutschen Rekorden in der Kniebeuge, beim Kreuzheben und im Total krönte sich Patrick Lösel vom VfB Klötze zum Weltmeister in der Jugendklasse bis 93 kg. Patrick begann den Wettkampf mit gültigen 280 kg und 287,5kg in der Kniebeuge. 290 kg im Abschlussversuch waren an diesem Tag zu schwer. Mit gelungenen 185 kg beim Bankdrücken im ersten Durchgang legte er bereits den Grundstein zu seinem späteren Erfolg. 190 kg in Runde zwei und drei gelangen aufgrund fehlender Spannung mit dem „alten“ Shirt nicht. Im Kreuzheben ließ er sich mit 275 kg und 280 kg nicht mehr „die Butter vom Brot“ nehmen und konnte sich mit 742,5 kg als Sieger feiern lassen. Beeindruckend bei ihm war festzustellen, dass er sich gegenüber der Leistung zur EM um 45 kg steigern konnte. Eine Schrecksekunde gab es für ihn zum Abschluss dennoch; denn der Russe Mark Dyachenko ließ für seinen dritten Versuch im Kreuzheben die unglaubliche Siegerlast von 307,5 kg auflegen; allerdings ohne Chance die Hantel überhaupt vom Boden zu bewegen. Vizemeister wurde der US-Amerikaner Sam Bassan mit 720 kg. Mit gleichem Resultat aber höherem Körpergewicht gewann Dyachenko Bronze.

Am folgenden Tag musste auch Johanna Hübenthal vom ESV München-Neuaubing bei den Juniorinnen bis 84 kg ihre derzeitige Form unter Beweis stellen. Und es gelang ihr in beeindruckender Art und Weise mit insgesamt sechs deutschen Junioren- und vier Aktivenrekorden. Bereits in der Hantelkniebeuge legte sie mit 200 kg, 207,5 kg und 215 kg eine saubere Serie hin. Beim Bankdrücken musste sie sich mit einem gültigen im ersten Versuch von 115 kg begnügen. Im Kreuzheben zeigte sie sich mit drei gültigen Wertungen mit 195 kg, 205 kg und 210 kg wieder von ihrer besten Seite. 540 kg im Total und dem Gewinn der Bronzemedaille waren der verdiente Lohn. Auch bei ihr war festzustellen, dass sie sich seit den Europatitelkämpfen um 37,5 kg steigern konnte.

Als Kampfrichterin machte Kerstin Klawitter-Thomsen wie gewohnt einen sehr guten Job.

Fazit: Die Arbeit unseres Bundestrainers Dietmar Wolf zeigte hier erste Früchte und man kann davon ausgehen, dass auch die Aktiven bei ihren Weltmeisterschaften in Schweden mit ihren Leistungen nicht zurückstehen möchten.

Präsidium und Vorstand gratulieren allen Teilnehmern (Athleten, Betreuer und Kampfrichter) zu ihren Leistungen.

 

Anton Speth
Vizepräsident Sport im BVDK e. V. 

Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer e.V.
www.bvdk.de