Ergebnisbericht der DM Classic-Kraftdreikampf der Jugend und Junioren

Der SC Oberölsbach richtete am 16. und 17. März 2019 die Deutschen Titelkämpfe im Classic-Kraftdreikampf der Jugend und Junioren aus. Durch verschiedene bauliche Veränderungen und Anschaffung weiteren Equipments wurden allen Athleten optimale Bedingungen geboten. Auch die neue Wettkampfbühne war einer Deutschen Meisterschaft mehr als würdig. Die Scheibenaufleger arbeiteten überaus schnell und ohne Ladefehler. Für Speis und Trank war stets gesorgt. Die eingeteilten Kampfrichter passten sich dem hohen Standard an und bewiesen bei ihren Wertungen das erforderliche Fingerspitzengefühl. Ein herzliches Dankeschön an den SC Oberölsbach für die wie immer hervorragende Ausrichtung.

Bevor ich zu den Alters- und Gewichtsklassen komme, hier wie immer vorab ein paar wichtige Daten:

Gemeldete Athleten:   95
Anwesende Athleten: 
88
In die Wertung kamen:                85 Sportler

Beginnen wir mit den Frauenklassen!

Jugend

Bei den weiblichen Jugendlichen waren leider nur sechs Athletinnen am Start. Den Sieg in der Klasse bis 63 kg konnte ich Susann-Marie Gola vom AC Goliath Mengede mit einem Total von 320 kg sichern (u. a. auch ein Deutscher Rekord von 150 kg beim Kreuzheben). Darüber hinaus konnte sie mit 347,008 Relativpunkten den Gesamtsieg erringen. Aber auch Angelina Kluczniok vom VFK Hannover brachte in der Kategorie bis 52 kg mit der Leistung von 270 kg und 339,12 Relativpunkten ein ausgezeichnetes Resultat.

Juniorinnen

Mit insgesamt 17 Teilnehmerinnen war diese Altersklasse sehr gut besetzt. Überragende Sportlerin war hier die Gewinnerin der Klasse bis 57 kg, Veronika Schulze vom SV Fellbach, mit insgesamt vier deutschen Rekorden, dem Total von 390 kg und auch international beachtlichen 458,25 Relativpunkten. In ihre Nähe kam die Goldmedaillengewinnerin der Kategorie bis 63 kg Sonja Gonzalves da Silva mit insgesamt fünf deutschen Bestmarken, dem Total von 405  kg und 435,739 Punkten. Vor allem ihre 184 kg beim Kreuzheben waren ein Weltklasseergebnis. Mit dem Minimalabstand von 0,5 kg und insgesamt fünf deutschen Bestleistungen kam Sandra Augustiniok von der TG Landshut auf den zweiten Platz. Aufgrund des niedrigeren Körpergewichts erzielte sie 437,30 Relativpunkte und war damit in der Endabrechnung Zweite dieser Altersklasse. Eine besondere Leistung bot auch Melanie Wirtz vom VfK Hannover mit dem Klassensieg bis 72 kg, insgesamt zwei deutschen Rekorden – darunter 191 kg beim Kreuzheben – der Gesamtleistung von 426,5 kg und 420,827 Relativpunkten.

Und nun zu den Männern!

Jugend

Auch die Jugendklasse der Männer war mit 17 Startern ordentlich besetzt. Bester Athlet war hier Eduard Eida vom SV Quitt Ankum, der das Mittelgewicht bis 74 kg mit 558,5 kg (u. a. deutscher Rekord beim Bankdrücken mit 135,5 kg) klar beherrschte. Mit 403,68 Relativpunkten war er in dieser Altersklasse der Einzige, der über die 400-Punkte-Marke kam. Hochklassig war auch das Resultat des Gewinners im Mittelschwergewicht bis 93 kg, Luis Schmitt vom AC Grötzingen, mit 610 kg und 386,86 Punkten. Einen sehr spannenden Wettkampf lieferten sich im II. Schwergewicht bis 120 kg Moritz Taschner vom AC Bavaria Forchheim und Enis Kazic vom KSC Attila Dachau. Während Taschner als Sieger nicht weniger als vier deutsche Rekorde und 685 kg bzw. 394,97 Relativpunkte für sich verbuchen konnte, kam Kazic immerhin auf zwei neue deutsche Bestleistungen und eine Gesamtleistung von 665 kg sowie 384,76 Punkte.

Junioren

Mit 47 Athleten war die Juniorenklasse wie immer mit den meisten Teilnehmern besetzt. Aber nicht nur Masse, sondern auch Klasse war Trumpf, kamen doch nicht weniger als zwölf Sportler über die magische Zahl von 400 Relativpunkten. In der leichtesten Gewichtsklasse bis 59 kg gewann Thibaut Langenberger vom AC Oppenau mit 245 kg im Alleingang. Mit elf Startern war das Mittelgewicht bis 74 kg hingegen ganz anders besetzt. Die Goldmedaille ging mit 613 kg, insgesamt drei deutschen Rekorden im Kreuzheben, an Lukas Markmeyer vom SV Quitt Ankum. Aber auch der zweitplatzierte Abdulhamit Türk vom KSV Mainz konnte mit der Rekordmarke von 210,5 kg in der Kniebeuge und der Gesamtleistung von 585,5 kg gefallen. Das Leichtschwergewicht bis 83 kg war mit insgesamt 13 Sportlern am besten besetzt. Gold ging mit 652,5 kg an Vincent Moll vom KSV Mainz. Den Silberrang erreichte Roy Lotzwik von Schwerathletik Mannheim mit 612,5 kg. Nur 2,5 kg dahinter landete Tobias Kronmüller vom SV Fellbach auf dem Bronzeplatz. Im Mittelschwergewicht bis 93 kg gab es einen mehr als spannenden Zweikampf zwischen Aaron Ben Bacha und Ben Conrady, beide von Tuspo Weende. Die Entscheidung über Gold und Silber fiel erst im allerletzten Versuch des Kreuzhebens als Ben Bacha 300 kg bewältigen konnte und 712,5 kg erreichte. Mit der gleichen Last – jedoch nur durch ein 550 Gramm höheres Körpergewicht getrennt, sicherte sich Conrady Silber. Beide waren es auch, die mit 449,658 bzw. 448,376 Relativpunkten die ersten beiden Plätze der Gesamtwertung erreichen konnten. Das I. Schwergewicht bis 105 kg war mit insgesamt elf Startern ebenfalls gut besetzt. Gold konnte sich Christian Flueras von Sansouci Gym Potsdam mit 714 kg – u. a. deutscher Rekord mit 184 kg beim Bankdrücken – sichern. Silber ging an Hendrik Wobst von Tuspo Weende mit 690 kg. Einen sehr guten Eindruck hinterließ auch Robin Meineke im II. Schwergewicht bis 120 kg. Vor allem durch zwei deutsche Bestleistungen von 303 kg und 310 kg im Kreuzheben kam er auf das Gesamtergebnis von 760 kg.

Fazit

Unsere jungen Athleten zeigten im Beisein des Bundestrainers Dietmar Wolf teilweise hervorragende Leistungen und dürften so nach und nach immer mehr auch international ein Wörtchen mitreden können.

 

Anton Speth
Vizepräsident Sport im BVDK e. V. 

Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer e.V.
www.bvdk.de