Bericht zum 1. Wettkampftag in der Bundesliga Kraftdreikampf 2019

Der erste Kampftag der diesjährigen Saison brachte einige Überraschungen hervor. Insgesamt liegt das Feld nach der ersten Runde noch dicht beisammen. Die sechs Finalplätze werden heíß umkämpft bis zum Schluss bleiben. Das Bundesligafinale 2019 findet am 29.06.2019 beim Gruppenersten der Staffel Süd statt.

Der SC Oberölsbach sicherte sich überraschend den ersten Platz mit 1.560,23 Relativpunkten. Mit einem Total von 967,5 kg schaffte Gastheber Tobias Zinserling die höchste Last des Tages und bekam dafür auch die höchste Punktzahl. Dicht gefolgt von Anja Schreiner mit 534,08 Punkten, die mit einigen inoffiziellen deutschen Rekorden aufwartete.

Den zweiten Platz sicherten sich die starken Darmstädter mit 1.515,56 Relativpunkten. Beste Heber für den AC Siegfried Darmstadt waren hier Max Lochschmidt und Konrad Burghardt, die beide die 500 Punktemarke deutlich überschritten.

Titelfavorit KSV Mainz 08 folgt vorerst auf dem dritten Platz mit 1.458,88 Relativpunkten. Stärkste Heber waren hier Sascha Stendebach, der RAW zur Hantel schritt, und Kevin Jäger. Beide schafften ebenfalls über 500 Zähler.

Mit dem vierten Platz und 1.408,24 Relativpunkten musste sich der SaV Erfurt begnügen. Mit der Neuverpflichtung aus Papenburg hatten sie sich einiges mehr versprochen. Dominik Pahl platzte aber auf der Bank nach gültigen 375 kg in der Kniebeuge. Somit fehlten doch einige Punkte im Total. Noch haben sie aber zwei Runden Zeit, um den Finalplatz zu fixieren.

Platz fünf erreichte das Sanssouci GYM Potsdam mit 1.390,05 Relativpunkten. Dabei konnten Christian Flueras, Ron Kronschwitz und Katja Broxtermann mit guten Leistungen überzeugen und ließen noch Potenzial nach oben offen.

Elke Erbs war die beste Heberin vom KBV Bautzen mit 491,37 Relativpunkten. Somit konnten sie sich den sechsten Platz und damit den letzten Finalplatz mit 1.380,93 Relativpunkten sichern.

Auf Platz sieben folgt der VfB Klötze mit 1.362, 46 Relativpunkten. Beste Heber waren hier Patrick Lösel und Thomas Korell die mit 482 bzw. 470 Relativpunkten herausragten.

Gefolgt vom Kraftsport Colonia auf den achten Platz mit 1.341,64 Relativpunkten. Leider bekam Andreas Pohl in der Kniebeuge keinen gültigen Versuch und fiel somit in der Mannschaftswertung raus. Mannschaftskapitän Tim Konertz brachte der Mannschaft beim Bundesligadebut im „leichten“ Equipment starke 500 Relativpunkte.

Auch Sebastian Schwarz vom KSV Essen 1888 fiel in der Kniebeuge durch. Somit mussten sie sich mit 1.331,34 Relativpunkten und dem neunten Platz zufrieden geben. Generell ist das Mannschaftsprotokoll der Essener mit vielen roten Flecken markiert und zeigt das noch viel Luft nach oben ist, da auch die stärksten Heber noch nicht am Start waren.

Tobias Persen vom SV Motor Barth konnte auch keinen gültigen Versuch in der Kniebeuge verzeichnen. Da Eduard Tepper ohne Equipment und der eigentliche Streicher Jan Schnoor nicht an das Niveau von Tobias rankamen, mussten sich die starken Vinetastädter mit dem zehnten Platz und 1.285,73 Relativpunkten unter Wert geschlagen geben.

Stärkster Heber beim Herrnburger AV 77 war Sascha Krause mit 730 kg und 441 Relativpunkten. Mit einem Total von 1.283,25 Relativpunkten lagen sie nur knapp hinter dem SV Motor Barth und erreichten den elften Platz.

Nur knapp 10 Punkte dahinter folgte der TSV Katzwang mit 1.273,35 Relativpunkten auf Platz zwölf. Bester Heber war Armin Seynstahl mit 426,57 Relativpunkten.

Die Kampfgemeinschaft Bergen / Gostorf trat mit nur drei Hebern an und da nur Ronny Schröder mit Anzug und Hemd antrat, erreichten sie zumindest 1.237,75 Relativpunkte und den 13. Platz.

Dicht dahinter mit 1.217,37 Punkte sicherte sich die SG Randersacker den 14. Platz. Mit zwei jungen Hebern, die in diesem Wettkampf antraten, zeigten die Unterfranken Potenzial, um in Zukunft konkurrenzfähig zu werden.

Auf Platz 15 kam die Kampfgemeinschaft Magdeburg / Schönebeck mit 1.162,80 Relativpunkten. Bester Heber war Steven Podas mit 439,68 Punkten. Der Rest der Mannschaft lag teils noch deutlich unter der 400er Marke.

Matthias Siegle vom SV Fellbach fiel mit drei ungültigen Versuchen in der Kniebeuge aus der Wertung. Somit mussten sie sich mit 1.162,80 Relativpunkten, dem 16. und letzten Platz begnügen.

 

Karl-Heinz Voscul
Referent für Mannschaftswettkämpfe im BVDK e. V.

Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer e.V.
www.bvdk.de