30. Bavaria-Cup beim Stemmclub Bavaria Landshut

Terminverschiebung wirkt sich negativ auf die Teilnehmerzahlen aus.

Nachdem der Stemmclub Bavaria 20 Landshut viel zu spät den Termin für das traditionelle internationale Kreuzhebeturnier „Bavaria-Cup“ dem Bundesverband meldete, war der seit Jahren dafür vorgesehene Termin anderweitig belegt. Die Vorverlegung um zwei Wochen bestätigt nun den befürchteten Rückgang an Meldungen.

Durchschnittlich starteten jedes Jahr 110 Kreuzheber aus der Schweiz, aus Österreich und Deutschland. Dieses Jahr gingen 87 Meldungen ein.

Erfreulich dennoch, dass drei der vier Gesamtsieger des letzten Jahres ihre Titel verteidigen wollen: bei den Frauen Caroline Garhammer-Vogt (Bavaria Landshut), die Mannschaftssieger Bavaria Landshut (Frauen) und KSV Renchtal (Männer).


Vorjahressiegerin Caroline Garhammer-Vogt

Mit dabei auch die sechsfache Gesamtsiegerin Ana Geitner, die nun den KSV Renchtal verstärkt, sowie die beiden mit mittlerweile 21 Teilnahmen treuesten Cup-Athleten Michaela Lässer-Walt (Bavaria Landshut) und Michael Wimmer (TG Landshut). Leider fehlt der Dreifach-Champion Sascha Stendebach (KSV Mainz 08), der den Einsatz für die in zwei Wochen angesetzten deutschen Mannschaftsmeisterschaften nicht gefährden möchte.

Die Meldezahl der Frauen mit 29 Athletinnen ist nicht zu kritisieren, gab es lediglich in den beiden letzten Jahren mit 30 bzw. 38 eine höhere Starterzahl.

Auch die Männer (Aktive/37) bleiben nur knapp unter dem Durchschnitt (41). Deutlich war der Rückgang bei den Senioren und im Nachwuchsbereich.

Der frischgebackene Abteilungsleiter des Stemmclub Bavaria Landshut, Richard Rinderer, hat sich mittlerweile hervorragend eingearbeitet und blickt mit seinem Team der Veranstaltung optimistisch entgegen. Er hätte sich jedoch für die 30. Austragung günstigere Voraussetzungen gewünscht.

Wie jedes Jahr stellt die Auseinandersetzung um die nach Relativwertung ermittelten Gesamtsiege (Frauen/Männer/Mannschaften) im Vordergrund, davor sorgen allerdings die Akteure für die nötige sportliche Brisanz.


Johanna Hübenthal

In der Juniorenkategorie der Frauen versuchen Sandra Augustiniok (TG Landshut) bis 72 kg und Johanna Hübenthal (ESV Neuaubing) bis 84 kg ihre Titel zu verteidigen. Mit Dakota Reich (Imst) bis 63 kg zeigt die internationale Rekordhalterin ihr Können.


Michaela Lässer-Walt

Carola Garhammer-Vogt (Bavaria Landshut) wird die AK I beherrschen, ebenso wie Ana Geitner (KSC Renchtal), Michaela Lässer-Walt (Bavaria Landshut), Barbara Wagner (Imst) und Susanne Steidle (Würzburg) die Gewichtsklassen der AK II. Briska Cech und Dagmar McSwain (TG Landshut) gehen konkurrenzlos in der AK III an die Hantel.


Susann Cichon

Bei den Aktiven dominiert seit Jahren die Renchtalerin Susann Cichon bis 57 kg. Eine Klasse höher wird Carina Schönhuber (Schrobenhausen) vorne erwartet. Die 72 kg-Kategorie stellt die teilnehmerstärkste Gruppe, in der der Weg zum Sieg nur über Elke Erbs (Renchtal) führt.

Im Leichtschwergewicht versucht Heike Reichenauer (Bavaria Landshut) nach 2018 erneut die Beste zu sein und im Schwergewicht fällt die Entscheidung zwischen Marta Szule (Weinheim) und Saskia Grandl (SC Wald).

Im Feilschen um den Gesamtsieg steht besonders die Titelverteidigerin Caroline Garhammer-Vogt im Blickpunkt. Schwer machen können es ihr gleich mehrere, z. B. Dakota Reich, Ana Geitner, Elke Erbs oder Johanna Hübenthal.


Michael Scholz

Die männliche Jugend findet man in der Meldeliste ebenso wenig wie die weibliche. Zumindest sieht man den mittlerweile in die Juniorenklasse aufgerückten und stark verbesserten Oberölsbacher Michael Scholz wieder.

In der AK I geht bis 93 kg mit Alfons Räß (Pfatter) der einzige Titelverteidiger an den Start. Er hat aber mit dem aus der Aktivengruppe aufgestiegenen Andreas Staude (Bavaria Landshut) einen gleichwertigen Gegner abzuwehren. Nach längerer Cup-Abstinenz mischt auch wieder Tobias Stadler aus Bad Abbach mit.


Michael Wimmer

Hochkarätig besetzt ist die AK II. Michael Wimmer (TG Landshut) als „dienstältester“ Cup-Heber, Bruno Walt (Bavaria Landshut), Mario Schnurr (Renchtal), Guido Meier (Neuaubing) und Klaus Cech (Weinheim) gelten als gesetzte Favoriten. Vor allem Doppel-Gesamtsieger und unermüdlicher Motor des KSV Renchtal, Mario Schnurr, gilt als Bereicherung des Turniers.


Prof. Dr. Ekkehard Sauer

Zu den „Bollwerken“ der AK III zählen Johann Goldstein (ACO Schrobenhausen) und Josef Weiss (KSC Frauenbau) und in der AK IV kann man Alois Weiser (Dachau) und den ältesten Teilnehmer Ekkehard Sauer (TG Landshut) bewundern. Dass der 79jährige Medizinprofessors aus Landshut seit Jahren seine Liebe zum Kraftsport entdeckt hat, kann man zweifellos als Aufwertung dieser sportlichen Betätigung werten.

Vier Vorjahresmeister greifen auch dieses Jahr in der Aktivenwertung nach Gold, zwei davon in einer anderen Gewichtsklasse. Im Leichtgewicht ist der Salzburger Christof Reitinger favorisiert. Marc Polsters hohes Leistungspotential stellt den Sieg im Mittelgewicht für den SC Oberölsbach in Aussicht.


Stefan Pagelsen

Stefan Pagelsen (TG Landshut) und Marius Milla (KSV Renchtal) gelten als Spitzenreiter im Leichtschwergewicht. In der 93 kg-Klasse „tummelt“ sich ein starkes Teilnehmerfeld. Wer macht das Rennen? Gewinnt der Leichtschwergewichtsmeister des Vorjahres und Gesamtsieger von 2017 Martin Lux, sein Vereinskamerad Julian Schnurr (KSV Renchtal), evtl. der Neuaubinger Philipp Schweda oder vielleicht sogar Thomas Lehmeier aus Oberölsbach?


Sebastian Kaindl

Sebastian Kaindl (Neuaubing) kehrt wieder in die 105 kg-Klasse zurück und gilt hier als Spitzenreiter. Viktor Prokopov als Titelverteidiger wird sich wohl mit Platz zwei zufrieden geben müssen.

Gute Chancen auf den Klassensieg bis 120 kg hat der Neuaubinger Christian Lamper und im Superschwergewicht stehen sich mit Christoph Würflinger und Peter Mungenast zwei Österreicher gegenüber.


Mario Schnurr

Wer tritt die Nachfolge von Sascha Stendebach im Wettstreit um den Gesamtsieg an? Ist es Stefan Pagelsen, Julian oder Mario Schnurr oder Martin Lux oder Sebastian Kaindl?

Zu den Mannschaftswertungen: Nachdem der KSV Renchtal 2018 seinen vierten Mannschaftstitel einheimste und damit in der Häufigkeit mit VfB Klötze und Bavaria Landshut gleichzog, hat er dieses Jahr aufgrund seiner Favoritenstellung die Gelegenheit mit fünf Siegen als erfolgreichstes Team in die Bavaria-Cup-Geschichte einzugehen. Zudem stehen die Chancen gut, einen weiteren Erfolg zu verbuchen, der bisher keinem Verein zuteilwurde: Der KSV Renchtal geht auch mit seiner Frauenmannschaft favorisiert ins Rennen, da Titelverteidiger Bavaria Landshut nicht in Bestbesetzung antreten kann. Somit könnte 2019 der Mannschaftsmeister sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern KSV Renchtal heißen! 

Der Stemmclub Bavaria 20 Landshut freut sich auf das 30. Internationale Kreuzhebeturnier „Bavaria-Cup“ in Landshut.

 

Dr. Karl Greiner

Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer e.V.
www.bvdk.de