Vorrunde der Bundesligasaison Kraftdreikampf 2018

Sehr solide und ausgeglichen startete die neue Saison der Kraftdreikampfbundesliga am 20. Januar 2018. Nur die Vineta Städter setzten eine erste Duftmarke.

SV Motor Barth

Eduard Tepper hat nichts verlernt und glänzte mit acht von neun gültigen Versuchen. Mit 820 kg bei knapp über 83 kg Körpergewicht gab es starke 545 Relativpunkte. Tobias Persen nährt sich nach seiner Western European Championship Nominierung und der dort erfüllten B Norm nun stark der A Norm des deutschen Nationalkaders. Satte 880 kg brachte Tobi zusammen und das auch nur mit 300 Gramm Übergewicht. Juniorenkaderathlet Hannes Haase zeigte ebenfalls mit Übergewicht noch Unsicherheiten auf der Bank, die bis zu den deutschen Meisterschaften beseitigt werden sollten. Im Kreuzheben kamen dagegen stabile 250 kg zusammen, so das er mit 715 kg im Total 471 Relativpunkte für die Mannschaft beisteuern konnte. Sven „Balu“ Neuendorf ließ sich noch deutliche Reserven für die nächsten Runden, sicherte die Mannschaft aber souverän ab. Mit 1540 Relativpunkten beherrschen sie die Gruppe Nord und auch die Gesamttabelle.

SC Oberölsbach

Im Süden führen die Oberpfälzer überraschend die Tabelle an und reihen sich im Total auch noch auf Platz zwei ein. Gastheber Tobias Zinserling zeigte einen guten Formcheck vor den deutschen Meisterschaften und benötigte nur fünf Versuche für ein Total von 970 kg und dazugehörigen 536 Relativpunkten. Marc Bielau konnte sich zum Vorwochenstart in der Bayernliga nochmals auf der Bank steigern und fuhr solide 471 Relativpunkte ein. Anja Schreiner kämpft derzeit mehr mit dem Gewicht als mit der Hantel. Mit lediglich 45 kg Körpergewicht bewegte sie trotz alledem 335 kg. Sebastian Heger musste auf Grund einer Verletzung des Ellenbogens im Wettkampf leider weit unter seinen Möglichkeiten bleiben. 431 Relativzähler waren aber immer noch stattlich zum Absichern der Mannschaft. Mit 1470 Relativpunkten heißt es vorerst Finalkurs für den SCO.

SAV Erfurt

Die Thüringer zeigen sich deutlich verstärkt und mit einer entsprechend starken ersten Vorrunde. Neuzugang Marius Milla legte einen souveränen Test für die deutschen Meisterschaften hin und ließ nur einen Versuch liegen. Mit sechs gültigen Versuchen gab es 690 kg und 488 Relativpunkte. Francesco Virzi gab sein „Equipment Comeback“. In Leichter Montur gab es 740 kg und 485 Relativpunkte. Das Superschwergewicht aus Erfurt, Oleg Gerats, ließ sich noch einiges an Luft für die deutschen Meisterschaften. Je nur ein gültiger Versuch in der Kniebeuge und auf der Bank waren doch eher suboptimal. Wenn er aber alles zusammen bekommt, was in ihm steckt, dürften die 900 deutlich überboten werden, so waren es dieses Mal „nur“ 880 kg und dazugehörige 479 Relativpunkte. Yosef Aziz zeigte mit seinen gerade einmal 64 kg Körpergewicht ansprechende 552,5 kg und sicherte die Mannschaft mit 444 Relativzählern ab. Mit 1453,88 Punkten steht der SAV auf Platz drei und damit auf einem Finalplatz.

KG Renchtal – Weinheim

Der KSV Renchtal ist zurück in der Bundesliga, dieses Mal in Form einer Kampfgemeinschaft mit dem AC Weinheim. Und gleich in der ersten Runde verkauften sich die Baden Württemberger teuer. Ronny Berndt steuerte jede Menge gültige Versuche bei und holte für die Mannschaft 815 kg und dazugehörige 508 Relativpunkte. Altmeister Mario Schnurr ist sich auch in der AK II noch nicht zu Schade für die Mannschaft. Leicht gehandicapt waren es in der Beuge nur 260 kg, dafür aber auf der Bank 212,5 kg und im Kreuzheben sogar satte 300 kg. Dafür gab es noch stattliche 477 Zähler für die Mannschaftskasse. Susann Cichon befindet sich endlich wieder auf dem Weg zu alter Stärke. Bei einem Körpergewicht von 56 kg bewältigte sie trotz Schwächen auf der Bank gute 375 kg im Total. Auch die Jugend kommt nicht zu kurz. Daniel Zehnle machte in seinem ersten Bundesligakampf ordentliche 380 Relativpunkte um die Mannschaft abzusichern. Mit 1425,47 Punkten befinden auch sie sich derzeit im Finale der besten sechs.

Sanssouci GYM Potsdam

Die Brandenburger um Ron Kronschwitz zeigen Jahr für Jahr eine aufsteigende Form. So starteten sie mit 458 Relativpunkten im Durchschnitt in die erste Runde. Bester Athlet war Junior Christian Flueras. Im Limit bis 93 kg zeigte er gute 740 kg und kassierte dafür 477 Relativpunkte. Wenn er sich zu den deutschen Meisterschaften noch ein wenig steigert, ist die Kadernorm greifbar nahe. Ron teilte sich seine Kräfte genau ein und ließ keinen von seinen acht absolvierten Versuchen liegen. 692,5 kg ergaben bei ihm 463 Relativpunkte. Katja Broxtermann holte jeden Versuch in den ersten beiden Disziplinen um sich dann im Kreuzheben noch deutlich Luft für die deutschen Meisterschaften zu lassen. Mit 450 kg und 445 Relativpunkten setzte sie aber schon einige Bestwerte. Knut Arnold zeigte sichere und gültige Versuche um sein Team abzusichern. Mit 1375,22 Punkten kratzten sie die 1400er Marke knapp. Mit einigen Steigerungen sollte das in Zukunft ein stabiler Leistungsbereich sein, in dem das GYM eindringen kann.

VfB Klötze

Den vorerst letzten Finalplatz und damit Platz sechs sicherte sich der VfB aus Klötze. Die Bundesligaroutiniers Sven Rogalski und Thomas Korell fanden gut in die neue Saison und steuerten jeweils 462 und 460 Relativpunkte bei. Jugend- und Juniorentrainer im VfB ist Jan Grigat. Dazu beugte das Superschwergewicht starke 335 kg und drückte in drei gültigen Versuchen 215 kg. Aus dem Kreuzheben kamen 277,5 kg dazu. 450 Relativpunkte rundeten das Mannschaftsergebnis ab. Jugendkaderathlet Patrick Lösel regt die Hoffnung auf die starken alten Zeiten, in denen der VfB serienmäßig die deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Jugend und Junioren gewann. Mit gerade einmal 17 Jahren und 91 kg Körpergewicht bewegte er starke 675 kg im Total und sicherte die Mannschaft ab. Mit 1371,73 Punkten behaupten sie sich gut in den oberen Regionen der Liga.

KBV Bautzen

Die Sachsen aus Bautzen ließen es beim Heimkampf noch ruhig angehen. Nur Elke Erbs stach mit 480 kg und 486 Relativpunkten heraus. Jens Gersdorf, Nico Ruhland und Gastheber Jan Thurn bewegten sich zwischen 418 und 436 Relativpunkten. Um noch auf einen Finalplatz zu kommen, muss der KBV noch einen guten Schritt zulegen. Mit 1350, 16 Punkten sind sie der erste Nichtfinalist.

KG Bergen – Gostorf

Ohne Gastheber Alexander Hoffmann fehlt der Kampfgemeinschaft und Mecklenburg und Vorpommern der entscheidende dritte starke Heber um vorne mitzumischen. Ronny Schröder und Rene Ullerich zeigten sich durchaus Bundesligareif mit 492 und 465 Relativpunkten. Clemens Lück und Sven Schröder blieben dieses Mal noch deutlich unter der 400er Marke. 1340,92 Punkte und Platz acht heißt es nach der ersten von drei Runden.

KSV Mainz

Mit zwei international erfahrenen Athleten verstärkte sich der KSV erneut in dieser Saison. Sonja Stefanie Krüger und Kevin Jäger holten auch die meisten Punkten für die Mainzer Staffel. Dazu kamen dann noch mit Volker Dell und Joschua Neurohr ein Urgestein und ein Neuling der Liga. Die Zugänge konnten dieses Mal noch nicht so fruchten, wie sich die Mainzer das dachten. Mit „lediglich“ 1334,49 Punkten blieben sie noch unter ihren Möglichkeiten. In den nächsten Runden werden aber sicher Sascha Stendebach und andere Leistungsträger mit ins Geschehen einsteigen, um den KSV in das Finale zu bringen.

Herrnburger AV

Die Mecklenburger etablieren sich immer mehr. Teamchef Sascha Krause, Catrin Resch und Neuzugang Marcel Boegelin schafften alle samt über 440 Relativpunkte. Zu Marcel muss gesagt werden, dass er noch ohne die üblichen Anzüge Hemden und Bandagen antrat und somit noch deutlich Reserven hat. Mit 1332,61 Punkten liegt der HAV schon knapp über dem Saisonbestwert von 2017, der dieses Mal für Rang zehn reicht.

KSV Essen 1888

Pech hatten die Essener. Felix Kappmeyer verletzte sich bereits in die Kniebeuge und blieb deshalb ohne Total. Stefan Rzehak überzeugte dagegen mit knapp 490 Relativpunkten aus acht gültigen Versuchen. Alexander Geitner überzeugte auch noch mit 745 kg und 442 Relativpunkten. Yasar Kücük kam somit mit 399 Zählern als dritter Mann in die Wertung. Diese große Spanne der Punkte ließen es am Ende 1330,95 Punkte werden.

TSV Katzwang

Die Mittelfranken kämpfen ebenfalls mit einem großen Gefälle innerhalb der Mannschaft. Bester Athlet war wieder einmal Roman Reinbold mit neun gültigen Versuchen und 466 Relativpunkten. Dagegen konnte Andre Weißmann keinen Versuch in die Wertung bringen und schied bereits im Kniebeugen aus. Ricardo Schunk und der neue Gastheber Sascha Calleger holten aber sichere 440 und 400 Relativpunkte. 1307,15 Punkten bleibt der TSV im Bereich der letzten Jahre und gastiert erstmal auf Platz zwölf.

AC Siegfried Darmstadt

Beim Heimkampf im Darmstädter Keller zeigten Markus Hinz und Sven Saiko knapp 450 Relativpunkte und sorgten mit für den Großteil der Mannschaftsleistung. Marc James und Dr. Hans Müller zeigten kraftdreikampftechnisch unbekleidet lockere Leistungen um den ACS in Lauerstellung zu halten. 1274,47 Punkte standen am Ende zu Buche.

SG Randersacker

Seit sage und schreibe 20 Jahren gehören die Unterfranken der Bundesliga an und lassen mindestens noch zwei Mannschaften hinter sich. Punktegarant der ersten Runde war Christian Henneberger. Seit dem letzten Jahr ist er reaktiviert und konnte gleich einmal wichtige 440 Relativpunkte für die Mannschaft beisteuern. Marco Dömling und Janos Geerhardt holten zusammen knappe 800 Zähler. Patrick Hobner blieb noch unter der 400er Marke als Sicherheitsmann der Mannschaft. 1243,57 Punkte reichen vorerst für den 14. Platz.

SV Fellbach

Wieder zurück ist auch der SV Fellbach und wie auch in den letzten Jahren fehlt der vierte Mann bzw. dieses Mal die vierte Frau krankheitsbedingt. Matthias Siegle, Mateusz Volk und David Sinn holten zusammen 1237,76 Punkte. Das lässt viel Reserven für Runde zwei und drei der Saison 2018.

KG Magdeburg – Schönebeck

Die Magdeburger schafften als Kampfgemeinschaft dieses Mal zumindest die volle Mannschaftsstärke. Da aber nur Steven Podas gute 440 Relativpunkte zum Mannschaftsergebnis beisteuern konnte, bleibt der Kampfgemeinschaft aus Sachsen- Anhalt nur der letzte Platz der Liga mit 1141,33 Punkten.

Die nächste Runde findet am 10.03.2018 statt. Hier fallen schon die ersten Würfel für das Finale Ende Mai in der Gruppe Nord. Es bleibt spannend wer die Kandidaten dieses Jahr, um den Einzug ins Finale sein werden und wer der Ausrichter der Gruppe Nord sein wird. Der SV Motor Barth ist in diesem Jahr gesperrt, da diese bereits vor zwei Jahren Ausrichter des Endkampfes waren.

 

Marc Bielau

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