Spannende Kämpfe am zweiten Wettkampftag der Bundesliga Kraftdreikampf

Am 11. März 2017 fand der zweite Wettkampftag der Bundesliga Kraftdreikamf in Bautzen, Essen, Klötze und Mainz statt. Überragende Mannschaft war hier der KSV Mainz, der mit den World Games Teilnehmern Gunda Fiona von Bachhaus und Sascha Stendebach an die heimische Hantel traten. Mit 1.607,84 Punkten zeigten sie ihr Potenzial für den Endkampf, kamen aber an den Fabelrekord der Siegfriedjünger noch nicht ran. Die Plätze eins bis vier sind unter normalen Umständen sichere Finalteilnehmer. Die beiden verbleibenden Finalplätze werden zur dritten Runde noch heiß umkämpft bleiben.

Nun zum Wettkampfgeschehen des zweiten Wettkampftages

KSV Mainz – 1.607,84 Punkte

Nach dem verhaltenen Einstieg in der ersten Wettkampfbegegnung und dem daraus resultierenden sechsten Tabellenplatz haben die Mainzer vor heimischer Kulisse einen deutlichen Zahn zugelegt. Mit über 1.600 Punkten erzielten sie das zweitbeste Saisonergebnis 2017. Vor allem dem Einsatz der World Games Teilnehmer Gunda Fiona von Bachhaus und Sascha Stendebach war dies zu verdanken.
Bester Athlet des zweiten Wettkampftages wurde Sascha Stendebach mit 582 Punkten. Dies gelang ihm in nur vier gültigen Versuchen aus sieben Antritten. Aus der Beuge nahm er den Erstversuch über 325 kg mit in die Wertung. Die Steigerungen auf 345 bzw. 350 kg missglückten. Auf der Bank legte er ordentliche Versuche über 255 und 275 kg hin, wobei 275 kg eine Einstellung des deutschen Rekord bedeuteten. Komplettiert wird das Ergebnis mit 330 kg aus dem Kreuzheben. Stärkste Athletin des Tages war Gastheberin Gunda Fiona von Bachhaus mit knapp 580 Punkten. Im Kniebeugen zeigte sie mit 180 kg einen lockeren Opener. Im Bankdrücken spielte sie ihr ganzes Können aus und ließ starke 160 und 170 kg auf die Hantel beladen. Danach folgten noch drei gute Versuche über 165, 175 und 185 kg im Kreuzheben. Dies ergab ein Total von 535 kg. Dritter im Bunde war Organisator Milan Bogner. Er musste insgesamt nur zwei Versuche liegen lassen. In der Beuge und Bankdrücken gelangen jeweils zwei Versuche, sodass 257,5 kg und 210 kg in die Wertung gingen. Im abschließenden Kreuzheben blieb die Weste weiß und 267,5 kg hieß es zu guter Letzt. Damit konnte er 445 Punkte seinem Team beisteuern. Die Mannschaft sicherte Altmeister Andreas „5er Jones“ Koch ab. Mit einem tadellosen Wettkampf mit neun gültigen Versuchen erkämpfte er knapp 440 Punkte.

Durch die starke Mannschaftsleistung kämpft sich der KSV Mainz vor auf Platz zwei der Gesamtwertung und ist damit bereits vor dem letzten Wettkampftag ein sicherer Kandidat für das Finale und lässt anklingeln, dass sie im Endkampf ein Wörtchen um den Titel mitreden wollen und können.

KSV Essen 1888 – 1.441,11 Punkte

Um knapp 200 Punkte hat sich der „Neuling“ aus Essen zur ersten Runde gesteigert. Damit machen die Ruhrpottler einen Siebenmeilensprung nach vorne in der Gesamttabelle. Genau gesagt, von Platz 13 auf 5. Hier zeigt sich gut, wie schnell sich das Blatt in der Liga wenden kann. Sollten sie zur nächsten Runde eine ähnlich starke Leistung bringen. Sind sie ein sicherer Kandidat für den Endkampf. Einen Löwenanteil zu der starken Leistung hat Gastheber Malte Fleissner beigetragen. Mit fünf guten von sieben Versuchen zeigte er glatte 900 kg, was für das Mannschaftskonto 516 Relativpunkte bedeutete. Mit jeweils nur einem gültigen Versuch in der Kniebeuge und Kreuzheben über 320 bzw. 310 kg und einer Dreier-Kombo im Bankdrücken von 255, 262,5 und 270 kg zauberte er dieses Ergebnis. Mannschaftsführer Marc Hoffmann stand diesem Ergebnis nicht im Geringsten nach. Er erzielte starke 494 Punkte mit sieben guten Versuchen. In der Kniebeuge brachte er alle Versuche durch, sodass bereits hier 335 kg in die Wertung gingen. Im Bankdrücken hatte er ein wenig zu kämpfen und konnte nur seinen Erstversuch über 210 kg in die Wertung bringen. Am Ende zeigte er nochmals eine Dreier-Kombo mit 285, 300 und 310 kg. Superschwergewichtler Thorsten van den Berg war dieses Mal der Dritte im Bunde. Mit 295 kg aus der Kniebeuge, soliden 180 kg im Bankdrücken und noch guten 280 kg im Kreuzheben steuerte er noch knapp 430 kg für das Mannschaftskonto bei. Sicherheitsmann Felix Kappmeyer lieferte mit 672,5 kg noch 403 Punkte ab.

Mit Platz fünf in der Gesamttabelle, können sich die Essener berechtigte Hoffnungen auf den Endkampf Ende Mai machen.

AC Siegfried Darmstadt – 1.440,61 Punkte

Nach einer fulminanten ersten Runde ließen es die Darmstädter dieses Mal ruhiger angehen. Trotzdem erzielten Sie, wenn auch knapp hinter dem KSV Essen und knapp vor dem SC Oberölsbach, die drittbeste Relativleistung des zweiten Wettkampftages. Damit behaupten sie immer noch mit einem komfortablen Vorsprung vor dem KSV Mainz den ersten Platz in der Gesamttabelle. Stärkster Heber war Gaststarter Max Lochschmidt. Bei ihm zeigt die Leistungskurve seit Anfang des Jahres stetig nach oben. Starke 540 Punkte steuerte er so für das Team aus Hessen bei. Mit sieben von sieben gemachten Versuchen blieb die Weste blütenweiß. Lockere 285 kg gingen in der Beuge in die Wertung. Es folgten dem noch 215 kg im Bankdrücken und 307,5 kg im Kreuzheben. Ihm folgte Dr. Hans Müller, der sich immer mehr mit dem Equipment anfreundet. So konnte er jeweils zwei gute Versuche pro Disziplin für sich verbuchen. 295 – 217,5 – 265 kg konnten so dem Teamkonto gutgeschrieben werden, was in der Endabrechnung 453 Punkte bedeutete. Neu im Team der Ebbelwoi-Trinker ist Sven Saiko. Er legte einen tadellosen Wettkampf hin. In der Beuge gelang ihm sein Erstversuch von 235 kg. Die beiden anderen Versuche ließ er zum Durchschnaufen seiner Mannschaftskollegen durchlaufen. 200 kg auf der Bank und 275 kg im Kreuzheben ließen beim 93 kg schweren Athleten aufhorchen. Schlussendlich waren seine 710 kg 446 Relativpunkte für das Team wert. Eine stabile Bank war auch dieses Mal wieder Marc James, der sein Team mit 255 – 152,5 und 262,5 kg absicherte.

Die Hessen werden es auch in der abschließenden Runde „dahoam“ ruhig angehen lassen. Die Zeichen sind auf Finale gesetzt, bleibt nur abzuwarten, ob sie auch die Ausrichter dessen sein werden. Neben dem KSV Mainz sind die Darmstädter klarer Favorit um den deutschen Mannschaftstitel 2017.

SC Oberölsbach – 1.438,22 Punkte

Die Oberpfälzer überzeugen mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und belegen knapp hinter dem KBV Bautzen Platz vier in der Gesamttabelle. Um knappe 50 Relativpunkte haben sie ihre Leistung zur ersten Runde, trotz Ausfall ihres Gaststarters Tobias Zinserling, ausgebaut. Erstmals gingen die Schwarzachtäler ausgeglichen mit zwei Männer und zwei Frauen an die Hantel. Stärkster Athlet war Mannschaftsführer Marc Bielau. Die Formkurve zeigt langsam aber stetig nach oben. Er musste nur einen Versuch in der Kniebeuge liegen lassen. Hier erkämpfte er sich 250 kg aus dem Drittversuch. Sowohl im Bankdrücken als auch im Kreuzheben erkämpfte er sich alle Versuche und konnte so 157,5 bzw. 245 kg in die Wertung bringen. Mit einer Steigerung um 32,5 kg im Total konnte er wichtige 486 Punkte erzielen. Christoph Seefeld musste es aufgrund eines Arbeitsunfalles ruhiger in der Kniebeuge angehen lassen. Hier wurde sicherheitshalber nur ein Versuch über 300 kg angetreten, der mit der nötigen Routine in die Wertung gebracht werden konnte. Danach ließ er es im Bankdrücken richtig krachen und erzielte mit 245 kg einen neuen Bestwert. Im Kreuzheben wuppte er noch 265 bzw. 280 kg in die Höhe und kam mit den gezeigten Leistungen auf 479 Relativpunkte. Dritte im Bunde war Bundesligadebütantin Rosina Polster. In der Vorwoche noch mit der Bundesligareserve Bayernligameister 2017 geworden, durfte sie ihr Können nochmals unter Beweis stellen. Mit jeweils zwei guten Versuchen pro Disziplin kam sie auf ein Total von 432,5 kg und daraus resultierenden 472 Relativpunkten. Mit nicht einmal einem Relativpunkt dahinter war Anja Schreiner stärkstes Streichergebnis des zweiten Wettkampftages. Nach überstandenem Magen-Darm-Virus in der Vorwoche musste sie dem langen Wettkampftag Tribut zollen. Die jeweiligen Drittversuche im Bankdrücken und Kreuzheben wollten nicht mehr gelingen.

Mit der notwendigen Konstanz beim Leistungsabruf sollten auch dieses Jahr die Oberpfälzer als derzeit stärkste bayerische Mannschaft wieder mit im Finale am 27. Mai dabei sein.

KBV Bautzen – 1.423,68 Punkte

Die beste Mannschaft im Norden heißt auch nach der zweiten Runde KBV Bautzen. Die Sachsen wiederholen nahezu die Punkte vom Januar und behaupten sich insgesamt auf Platz drei. Vor heimischer Kulisse ließen sie sich nicht die Butter vom Brot holen und boten tolle Leistungen. Allen voran bewies Elke Erbs die Stärke des schwachen Geschlechts. In ihrer Paradedisziplin, dem Kniebeugen ließ sie keine Fragen aufkommen und durchbrach abermals mit 205 kg die magische 200-kg-Grenze mit nur gut 67 kg Körpergewicht. Im Bankdrücken stolperte sie ein wenig und konnte nur ihren Zweitversuch über 90 kg in die Wertung bringen. Im Kreuzheben lieferte sie noch 180 kg nach, sodass unterm Strich starke 484 Punkte für das Team aus Sachsen heraussprangen. Gaststarter Nico Ziegler fühlt sich sichtlich wohl in Bautzen. Er steigerte sich um fast 20 Punkte zum ersten Wettkampftag und lieferte 325 – 280 – 245 kg in den einzelnen Disziplinen ab. Das Total von 850 kg des Superschwergewichtlers waren 477 Relativpunkte wert. Neu-Bautzener Marcus Böttger kam nicht so recht in den Wettkampf hinein. Im Kniebeugen und Bankdrücken mussten jeweils ein gültiger Versuch über 300 bzw. 190 kg ausreichen. Im Kreuzheben kamen dann immerhin noch 250 bzw. 260 kg hinzu. Trotzdem steuerte er noch wichtige 462 Punkte für das Teamkonto bei. Souverän sicherte Nico Ruhland die Mannschaft mit 412 Punkten ab.

Es ist schön zu sehen, dass sich die Sachsen vollends in der Bundesliga wieder zurückmelden und nach 2013 aller Voraussicht wieder am Endkampf teilnehmen werden. Es gilt nur noch die 3. Runde in Potsdam zu überstehen.

VfB Klötze – 1.405,30 Punkte

Der zweite im Norden ist und bleibt dieses Jahr der VfB Klötze. Die Teamkurve zeigt nach oben. Die Punktelieferanten vom ersten Wettkampftag legten nochmal eine Schippe drauf und kamen erstmals wieder über die 1.400-Punkte-Marke. Thomas Korell blüht langsam aber sicher wieder auf und kommt an alte Leistungen ran. Trotz eines Fehlversuches kamen erstmals wieder über 700 kg im Total für den ehemaligen Kaderathleten heraus. In der Gesamtabrechnung steuerte er 270 kg aus der Kniebeuge, 190 auf der Bank und 250 kg im Kreuzheben bei. Dies entspricht 477 Relativpunkten. Nur 0,4 Punkte dahinter reiht sich Teamkollege Sven Rogalski ein. Er machte es in der Kniebeuge spannend. Erst im Drittversuch brachte er die geforderten 280 kg in die Wertung. Danach lief es wie am Schnürchen, sodass 205 bzw. 272,5 kg zum Total hinzugerechnet werden konnte. Glatte 450 Zähler lieferte Superschwergewichtler und Neuaktiver Jan Grigat. Ihm gelangen 332,5 kg in der Kniebeuge sowie 205 kg im Bankdrücken. Noch gute 285 kg aus dem Kreuzheben konnte er dem Total von 822,5 kg hinzufügen. Nachwuchsathlet Rene Borchert sicherte die Mannschaft mit 377 Punkten ab.

Die Sachsen-Anhaltiner belegen vorerst den fünften Tabellenplatz. Wenn sie nochmal eine starke Runde zeigen, ist ihnen der Finaleinzug nicht mehr zu nehmen, da sie über einen soliden Puffer von rund 100 Punkten verfügen. Leichtsinn darf aber nicht geboten sein. Die Liga hat ihre eigenen Gesetze. Ein Wiedersehen im Finale nach langer Abstinenz wäre wünschenswert und hätten sie sich auch redlich verdient.

SAV Erfurt – 1.403,66 Punkte

Der zweite Bundesliganeuling etabliert sich langsam in der Liga. Nachdem sie nach der ersten Runde auf dem vorletzten Platz gelandet sind, wurde ein Gang höher geschaltet und knapp 200 Punkte auf die Vorleistung draufgelegt. Diese geschlossene Mannschaftsleistung katapultiert die Thüringer auf Platz neun und damit vorerst unter die TopTen. Maßgeblich dazu beigetragen hat Sascha Stern, der mit 487 Punkte glänzen konnte. Einen nahezu tadellosen Wettkampf lieferte er ab. Nur im abschließenden Kreuzheben musste er seinen Zweitversuch wiederholen. Mit 270 – 202,5 und 257,5 kg kamen runde 730 kg im Total für ihn zusammen. Superschwergewichtler Oleg Gerats konnte dieses Mal zeigen, was in ihm steckt. Nachdem er zur ersten Runde in der Beuge keinen Versuch in die Wertung bringen konnte, zeigte er dieses Mal gleich drei gültige am Stück und schloss mit 350 kg diese Disziplin ab. Im Bankdrücken und Kreuzheben kamen noch jeweils zwei gute Versuche dazu, sodass nochmal 250 und 245 kg zum Total hinzugerechnet werden konnte. Insgesamt lieferte er 469 Punkte für die Mannschaft ab. Dritter im Bunde war Manuel Gonnermann. Mit 252,5 – 170 und 245 kg kam er zwar nicht ganz an seine DM-Leistung ran, konnte aber gute 447 Punkte für sein Team sammeln. Mit guten 441 Punkten sicherte Aaron Weiß den SAV Erfurt ab.

Knapp 60 Punkte fehlen den Thüringer zum letzten Finalplatz. Sollten sie ähnlich stark in der letzten Vorrunde antreten, haben sie noch Chancen gleich im ersten Jahr im Finale teilnehmen zu können.

TSV Katzwang – 1.347,23 Punkte

Der TSV Katzwang legte 80 Punkte auf ihre bereits gezeigten Leistungen drauf und konnten damit erstmals zweitbester bayerischer Verein der Liga sein. An der Platzierung im Gesamtklassement hat sich dadurch nichts geändert. Tadellos präsentierte sich Roman Reinbold. Neun gültige Versuche zeichnen ihn meist aus, da er stets ein gutes Händchen bei der Wahl seiner Lasten beweist. Im Total kamen 795 kg zusammen, was 457 Punkte wert war. Altersklassenkollege Ricardo Schunk und feste Bank der Mittelfranken steigert sich stetig. 20 Zähler mehr konnte er für seine Kollegen sammeln. Dabei ist auch der ein oder andere bayerische Rekord gefallen. Mit glatten 74 kg wurde Armin Seynstahl eingewogen. Acht gültige Versuche gehen auf sein Konto. Fünf Kilo mehr als im Januar bringen ihm insgesamt 442 Punkte für das Mannschaftskonto. Streicher André Weißmann schaffte es dieses Mal mit 205 kg im Kniebeugen in die Wertung und zeigte danach im Bankdrücken und Kreuzheben solide Leistungen. Dies entsprach insgesamt 387 Punkte.

Mit ihrem kleinen aber feinen Team überzeugen die Mittelfranken. Hier kann der Sprung unter die TopTen noch gelingen, wenn die Leistung konstant bleibt.

SV Motor Barth – 1.321,66 Punkte

Die Titelverteidiger bleiben weiter bedeckt. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Andreas Reiz am ersten Wettkampftag stehen die Zeichen bei den Vineta-Städtern noch nicht auf Angriff. Mit einer grundsoliden Leistung des Quartetts bleiben sie in Lauerstellung auf Platz acht der Gesamttabelle. Tobias Persen lässt weiter aufhorchen und kommt mit 489 Punkten der 500er-Marke wieder näher. Solide und sichere Versuche überzeugen in den drei Disziplinen und bescheren so 300 – 240 und 275 kg für das begehrte Total. Juniorenkaderathlet Hannes Haase musste nur den allerletzten Versuch liegen lassen und überzeugt mit 650 kg und damit guten 431 Punkten. Sven „Balu“ Neuendorf trat dieses Mal wieder mit Equipment an und konnte damit dem Team wichtige 401 Punkte beisteuern. Abgesichert wurden die Jungs von Peter „Perle“ Dauenhauer.

Wir können gespannt sein, ob der sechsfache Titelträger den Sprung ins Finale macht und sich den starken Konkurrenten aus dem Süden Ende Mai stellen wird.

Herrnburger AV 77 – 1.309,43 Punkte

Weiter geht´s gleich mit den nächsten Mecklenburgern. Mit der TopTen-Leistung des zweiten Tages bleiben sie auch unter den besten zehn Mannschaften der Liga. Sie haben sich mit einem guten 1.300 Schnitt eingependelt. Dieses Mal gingen sie ohne Gaststarter Sebastian Kienast, aber dafür mit Patrick Bedei an den Start. Der 100 kg schwere Musterathlet schöpfte seine volle Leistung aus und bewältigte 307,5 kg in der Beuge. Im Bankdrücken und Kreuzheben musste er ein wenig federn lassen und brachte jeweils seine Zweitversuche mit 185 bzw. 265 kg unter Dach und Fach. Schlussendlich konnte er mit 757,5 Punkte im Total 460 Punkte einfahren. Catrin Resch findet immer mehr zur alten Leistungsstärke zurück und sammelte fleißig Punkte in den einzelnen Disziplinen. Nur im Bankdrücken mussten auf die geforderten 87,5 kg verzichtet werden. 337,5 kg bedeuteten bei der gerade einmal 50 kg schweren Athletin 431 Punkte für die Mecklenburger Stiere. Teamkapitän Sascha Krause musste einspringen und konnte nicht ganz sein Ergebnis der ersten Runde wiederholen. Das Bankdrücken mit Hemd wollte an diesem Tag einfach nicht gelingen, sodass „nur“ 165 statt der geforderten 190 kg in die Wertung gingen. Nichtsdestotrotz lieferte er noch wichtige 415 Punkte für das Mannschaftskonto. Neuaktiver Dennis Rohmann sicherte das Team ab und erzielte 355 Relativpunkte.

Die Herrnburger festigen sich weiter in der Liga und haben ebenfalls noch eine theoretische Möglichkeit für die Teilnahme am Endkampf. Wenn nicht dieses Jahr, werden sie sicherlich bei deren weiteren Entwicklung in den nächsten Jahren wieder eine Teilnahme am Endkampf anstreben.

ESV München-Neuaubing – 1.289,52 Punkte

Die bayerischen Hauptstädter mussten mächtig federn lassen. Nachdem sie im Januar auf Platz vier im Gesamtklassement gelandet sind, rutschen sie auf Platz sieben und damit auf den ersten Nichtfinalplatz ab. Die Münchner waren die letzten Jahre fester Bestandteil des Finales und konnten letztes Jahr diesen sogar mit Platz drei abschließen. Hier macht sich das Fehlen der Stammheber Kaindl und Hoikas bemerkbar. Stärkster Heber war hier Gaststarter Thomas Starklauf. Nach längerer Abstinenz zeigte er eine grundsolide Leistung, die dem Team wichtige Punkte lieferte. 285 – 160 und 285 kg gingen in die Wertung. Dies entsprach 454 Relativpunkte. Dieses Mal RAW am Start ging Philipp Schweda mit knapp 95 kg Körpergewicht. Eine starke und kämpferische Vorstellung zeigte er in der Kniebeuge und im Kreuzheben. Im dazwischenliegenden Bankdrücken hatte er mit nur einem gültigen Versuch über 150 kg einen Durchhänger. Unterm Strich waren seine 670 kg 417 Punkte wert. Gleiches Punkteergebnis erzielte Huu Phuoc Le. Franziska Altschäffl sicherte im Bundesligadebut die Mannschaft mit 340 Relativpunkten ab.

Wenn es noch mit dem Finale klappen soll, muss zur letzten und entscheidenden Runde in Randersacker noch ein gutes Ergebnis rausgehauen werden. Lassen wir uns überraschen.

KG Bergen – Gostorf – 1.271,34 Punkte

Die Kampfgemeinschaft ging abermals suboptimal besetzt an die Hantel. Ronny Schröder überzeugte mit guten 474 Relativpunkten und lediglich einem ungültigen Versuch in der Kniebeuge. Sein Bruder Sven knackte mit 407 Relativpunkten die begehrte Marke der 400er. Clemens Lück steht mit nun mehr 390 Zählern kurz davor. Wäre der dritte Versuch im Bankdrücken und eine Steigerung im letzten Antritt des Kreuzhebens drin gewesen, hätte es jetzt schon klappen können. Hätte hätte zählt nicht, es heißt weiter arbeiten und bundesligatauglich werden. Michael Pyritz sicherte das Team mit einem Punkt weniger ab. In der dritten Runde können die Insulaner wieder auf Alex Hoffmann zählen und damit sollte die Saison dann versöhnlich abgeschlossen werden.

SG Randersacker – 1.268,62 Punkte

Die Unterfranken mussten mit nur drei Hebern an die Hantel. Und wieder musste Gastheber Daniel Härter zum Eisen greifen. Gleich in der Kniebeuge machte es der Bankspezialist spannend und bekam erst seinen dritten Versuch über 300 kg in die Wertung. Auf der Bank gab es dann eine saubere Serie mit 265 kg am Ende und im Kreuzheben solide 240 kg. Mit 474 Relativpunkten ist und bleibt er der Punktegarant der Mannschaft. Janos Geerhardt knackte endlich wieder die 400er Marke. Mit runden 600 kg brachte er seiner Mannschaft wichtige Punkte. David Weidemüller benötigt noch einiges an technischen Feinschliff und dann kann er ganz fix seinen Chef überholen. Dieses Mal gab es noch „nur“ 393 Relativpunkte. Wenn beim nächsten Mal die fünf verpatzten Versuche in die Wertung kommen, sieht das Ganze schon anders aus.

Sanssouci GYM Potsdam – 1.264,33 Punkte

Die Brandenburger haben knapp 20 Zähler zur ersten Runde verloren. Christian Flueras überzeugte aber mit guten 450 Relativpunkten, die er für 700 kg im Total bekam. Thomas Krzwida rehabilitierte sich von seinem Loch der ersten Runde und half seiner Mannschaft dieses Mal mit 417 Relativpunkten. Ingo Woschny verpasste um einen Versuch die 400 Punkte Marke. Somit war er mit 397 Zählern Dritter im Bunde an diesem Tag. Andreas Braune sammelte in acht gültigen Versuchen wertvolle Wettkampfpraxis und sicherte die Mannschaft ab.

Kölner AC 1882 – 1.128,36 Punkte

Die Kölner mussten deutlich Federn lassen. Ohne Tim Konertz, der kurz vor den Classic Europameisterschaften steht, gab es am zweiten Tag der Bundesliga nichts zu holen. Nur Alexander Geitner zeigte trotz widriger Umstände eine neue persönliche Bestleistung und starke 452 Relativpunkte. Danach kam schon Roland Kurtz mit 340 Zählern. Marianna Cederberg stand dem nur um fünf Punkte nach und der Nachwuchs durfte sich als „Sicherheitsfrau“ versuchen.

FSV Magdeburg – 730,68 Punkte

Totalausfall an der Börde. Der FSV konnte lediglich mit zwei Athleten an die Hantel treten. Tim Baldensperger brachte RAW 380 Relativpunkte zusammen. Und der neue Teamchef Sebastian Hieke schaffte es auf 350 Zähler. Somit sind sie das Schlusslicht der zweiten Runde und auch der Gesamttabelle.

Fazit

Nach den beiden Spitzenreitern geht es immer enger zu. Die Plätze drei bis sechs sind in der Vorrunde hart umkämpft und werden auch im Finale dicht beisammen liegen.

Noch ein kleiner Nachtrag zum Kampf in Essen: das mehr als unsportliche Verhalten der NADA-Beauftragten wurde bereits durch den KSV Essen 88 bei der NADA gemeldet. Die Antidopingbeauftragte des BVDK e. V. wurde entsprechend informiert. Wir sind optimistisch, dass das Vorgehen aufgearbeitet und sich nicht wiederholen wird.

Auf geht’s in die dritte und alles entscheidende Runde!

 

Rosina Polster & Marc Bielau

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