Norddeutsche Meisterschaften 2017 im Kreuzheben in Weende (Niedersachsen)

 Den meisten Sportfreundinnen und Sportfreunden dürfte nun auch hinreichend bekannt sein, dass Kreuzheben als eigenständige Teildisziplin des sog. Kraftdreikampfs nicht mehr nur eine reine Kraftsportart für sog. „Kraftmeier“ ist, sondern eine spezielle Sportart mit international festgelegten Regeln, die von mehr oder weniger durchtrainierten Athletinnen und Athleten sehr ernsthaft betrieben wird.

Davon konnte man sich anlässlich der im Göttinger Ortsteil Weende am 28. Oktober 2017 in der Sporthalle des TUSPO Weende durchgeführten norddeutschen Meisterschaften im Kreuzheben aller Altersklassen in den Disziplinen „Classic“ und „mit Equipment“  überzeugen.

Die TUSPO Weende, erst seit 2 Jahren Mitglied im niedersächsischen Gewichtheberverband, hat sich mit der Abteilung Kraftdreikampf eine Plattform für interessierte Kraftsportlerinnen und Kraftsportler geschaffen. Daraus resultierte das Interesse des Vereins, einmal eine norddeutsche Meisterschaft auszurichten. Dem wollte sich die Gruppe Nord in Absprache mit dem niedersächsischen KDK-Referenten Karl-Heinz Voscul nicht verschließen und gab die Meisterschaft im Kreuzheben vertrauensvoll in die Hände dieses Vereins.

 

28 gemeldete Teilnehmer, darunter auch drei kraftsportbegeisterte Frauen, stellten sich der Herausforderung und maßen ihre Kräfte in den verschiedenen Alters- und Gewichtsklassen.

Herausgekommen sind zum Teil sehr gute Leistungen. Die höchste Tageslast mit Equipment bewältigte Pascal Mertin vom FSV Sarstedt in der Aktivenklasse mit immerhin 300 kg, In der „RAW“-Klasse waren die Leistungen natürlich etwas geringer, aber mit gezogenen 280 kg in der Juniorenklasse durch Hendrik Wobst vom gastgebenden Verein hatten sie doch einen sehr gehobenen Standard. Bester Relativheber war aber Eduard Tepper vom SV Motor Barth. Alle Ergebnisse sind im Übrigen auf der BVDK-Homepage bei den Landesverbänden nachzulesen.

Wie schon erwartet, hatten die Verantwortlichen des TUSPO Weende unter Leitung von Ben Conrady eine gut organisierte Veranstaltung auf die Beine gestellt, die zu Kritik nur wenig Anlass geboten hat. Gerechte Kampfrichterleistungen, eine korrekt geführte Datenbank und einige freiwillige Helfer/innen neben und auf der Heberplattform haben für einen fast reibungslosen Ablauf gesorgt. Die bei einer solchen Veranstaltung üblicherweise immer wieder zutage kommenden kleinen und großen Probleme wurden allesamt mit der notwendigen Gelassenheit aufgegriffen und kurzfristig behoben.

„Der TUSPO Weende mit seinen jungen und engagierten Helfer/innen gebührt ein großer Dank für die gute Durchführung der norddeutschen Meisterschaft“, betonte der Vorsitzende der Gruppe Nord, Jens-Uwe Bornhöft, nach Ende der Veranstaltung und verband zugleich damit die Hoffnung, dass sich der Verein künftig noch intensiver im Kraftsport innerhalb der Gruppe Nord engagiert.

Nur mit gelungenen Veranstaltungen kann sich der Kraftsport in Norddeutschland weiter gut in der Öffentlichkeit präsentieren, leider ist es ja inzwischen nicht mehr so einfach, Ausrichter für solche Events zu finden, da der materielle wie auch der personelle Aufwand bei einer norddeutschen Meisterschaft inzwischen relativ groß ist. Der TUSPO Weende mit seinem jungen sympathischen Team hat es aber gezeigt, dass es geht. Dafür gebührt ihm der Dank der Gruppe Nord.

 

Jens-Uwe Bornhöft

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Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer e.V.
www.bvdk.de