Facebook - Kritik

Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde, 

in der letzten Zeit findet man in den sozialen Netzwerken, Foren und anderen Plattformen zum Austausch von Informationen immer wieder Kritik an Entscheidungen des BVDK, die aus meiner Sicht überwiegend den Bereich des Leistungssports betreffen. Inhaltlich werden darin einerseits Gründe angeführt, die überhaupt nicht entscheidungsrelevant waren und andererseits erkennen lassen, dass in der Informationskette teilweise erhebliche Verluste aufgetreten sind.

Aus meiner Kindheit erinnere ich mich dabei an das Spiel „Stille Post“, in dem die Mitspieler analog sprachlich (ins Ohr flüstern) von Einem zum Anderen eine Information weitergeben, um beim Letzten diese abzufragen und um sich gegebenenfalls über die Abweichung vom „Original“ trefflich zu amüsieren.

Leider kann ich persönlich der oben angeführten „Kritik an Entscheidungen des BVDK“ keinen Spaß abgewinnen, weil sich diese, auch wenn ich nicht namentlich erwähnt werde, gegen mich richtet und Einzelne zu den Worten „der Vorstand gehört abgesägt…“ veranlasst.

Vorab: Ich stehe persönlich zu allen in der Kritik stehenden Entscheidungen und den entscheidungsrelevanten Gründen, die allen für die Weitergabe verantwortlichen Personen bekannt waren und gegebenenfalls den Betroffenen auf Nachfrage erläutert wurden oder erläutert worden wären. Und auch deshalb wird es, wie mehrfach gefordert, aus meiner Sicht keine offizielle Stellungnahme des geschäftsführenden Vorstandes zur „Kritik an Entscheidungen des BVDK“ geben, weil dieser sowieso kein Glauben geschenkt werden wird und weitere Diskussionen hervorrufen würde.

Im Forum bei Team-Andro, Veröffentlichung am 29.06.2017, war folgendes zu lesen. Der Verfasser gibt an, die Informationen z. T. aus erster Hand zu haben.

Zitat:
„Warum wurde trotz erfolgreicher Qualifikation und Nominierung des Herrn M. durch Herrn L. ersetzt?“

Grundsätzlich wurde beiden Herren durch den Bundestrainer mitgeteilt, dass für die Teilnahme an der WM 2016 das Erreichen der A-Norm auf dem Western European Cup 2016 Voraussetzung ist. Beide haben die A-Norm nicht erreicht.

Der Bundestrainer schlägt dem geschäftsführenden Vorstand eine Nominierungsliste vor, die gemeinsam gleichberechtigt beraten wird. Im Ergebnis dessen wird die Meldung zu einer internationalen Meisterschaft vorgenommen; dann ist der Kaderathlet nominiert. Überwiegend (weit mehr als 90 %) wird den Vorschlägen des Bundestrainers gefolgt, in begründeten Einzelfällen wird den Vorschlägen nicht gefolgt.

Auf Grund der Nichtteilnahme eines für die Nominierung vorgesehenen Athleten konnte Herr L. „nachnominiert“ werden.

Zitat:
„Warum werden z. B. die DM Classic immer größer gemacht obwohl es bald niemanden gibt der sie auch anständig ausrichten kann (Beispiel 2016)?“

Die Antwort dazu ergibt sich bereits aus meinem Artikel „Die Deutsche Meisterschaft im Kraftdreikampf RAW wird 2017 ausfallen“ aus dem Mai 2017.

In Facebook wurde sich weiterhin sinngemäß darüber beklagt, dass der BVDK nicht in der Lage ist, rechtzeitig einer Kaderathletin für ihren 1. Internationalen Wettkampf einen Kadertrainingsanzug zur Verfügung zu stellen und sie deshalb nur nach Klärung durch den IPF-Präsidenten an der Siegerehrung teilnehmen durfte.

Der Kaderathletin wurde von der Geschäftsstelle des BVDK ein Gutscheincode für die Einlösung bei unserem Teamausstatter per Mail mit der Erläuterung der Verfahrensweise übersandt. Andere zeitgleich versandte Gutscheine wurden eingelöst, das Equipment stand rechtzeitig zur Verfügung. Der Gutscheincode der Kaderathletin ist heute noch nicht eingelöst.

Ich habe mit der Person, die den Facebook-Beitrag verfasst hat, telefoniert und festgestellt, dass die Mail der Geschäftsstelle zwar bekannt, aber dem Inhalt keine Bedeutung beigemessen wurde. Wir waren uns aber einig, dass solche Dinge nichts in Facebook zu suchen haben.

Zu all diesen Beiträgen gibt es eine überwiegende Anzahl von Zustimmungen zur „Kritik an den Entscheidungen des BVDK“ und nur Wenige, die Zweifel an der Darstellung der Entscheidung und deren Gründe äußern, die gegen diese argumentieren. Der Versuch, einem Kritiker die Möglichkeit zu geben sich persönlich zu äußern, scheiterte trotz Angebot der Übernahme von Reise- und Übernachtungskosten – die Einladung blieb unbeantwortet. Es macht für mich keinen Sinn, einerseits vermeintliche Verfehlungen des Vorstandes des BVDK in die Öffentlichkeit zu tragen und andererseits eine bessere Darstellung des BVDK in der Öffentlichkeit zu fordern.

Auch wenn ich selbst nicht der Top-Kraftdreikämpfer/ Bankdrücker war und in den 90ziger Jahren nur einige Wettkämpfe auf Landesebene bestritten habe, kann ich durchaus etwas mit der vielzitierten „Liebe zu unserem Sport“ anfangen und diese werten. Aus meiner Sicht zeigt sich diese „Liebe zum Sport“ nicht nur in Top-Ergebnissen / Leistungen auf internationalen Wettkämpfen, sondern auch dort, wo sich Personen uneigennützig, ehrenamtlich in Vereinen, Landesverbänden und im Bundesverband engagieren und nicht dort, wo persönliche Interessen im Vordergrund stehen. Auch wenn es einige nicht so sehen, hat sich unser Verband insgesamt in den letzten Jahren stark positiv entwickelt. Ausdruck dafür sind nach meiner Auffassung neben der Entwicklung der erreichten Platzierungen auf internationalen Wettkämpfen im geförderten und nichtgeförderten Bereich, beispielsweise auch 15 neue Vereine in den letzten zwei Jahren. Die Anzahl der ausgegebenen Startlizenzen hat sich im Jahr 2016 im Vergleich zu 2011 fast verdoppelt. Weiterhin fand eine umfassende und weiter ausbaufähige Digitalisierung der Verwaltung des Verbandes in der Geschäftsstelle statt.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass konstruktive Kritik nicht anonym über die Öffentlichkeit von Facebook oder anderen sozialen Netzwerken und Foren, sondern persönlich bei den Verantwortlichen angebracht wird. Es ist leicht etwas zu kritisieren, wichtig ist aber auch über eine Lösung nachzudenken und gegebenenfalls durchdachte Lösungsansätze vorzuschlagen.

Für mich ergibt sich persönlich aus dem Vorstehenden für die Zukunft folgendes:

Ich werde verstärkt darauf achten, dass Entscheidungen und die dafür ausschlaggebenden Gründe richtig und vollständig den Betroffenen persönlich erreichen.

Sollten meine Ausführungen in irgendeiner Weise nicht eindeutig formuliert und Spielraum für Interpretationen bieten, bitte ich mir die Möglichkeit der Klarstellung einzuräumen. Dazu stehe ich telefonisch oder per Mail zur Verfügung.

 

Steffen Loye

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