Die Würfel sind gefallen – auf nach Barth!

Der letzte und entscheidende Wettkampftag der Bundesliga Kraftdreikampf 2018 hatte noch die eine oder andere Überraschung im Petto. Der KSV Mainz pulverisiert den Mannschaftsrekord und lässt keine Fragen zu, wer den Titel 2018 abstauben mag. So wie es aussieht, kann sich Mainz nur selber schlagen. Ausrichter des Endkampfes wird Seriensieger SV Motor Barth sein, da die ebenfalls noch qualifizierte Nordmannschaft, der SaV Erfurt, nicht ausrichten kann. In Barth werden die Finalteilnehmer wie gewohnt, beste Bedingungen vorfinden können. Auf die weite Reise dürfen sich nach drei erfolgreichen Vorrunden neben dem KSV Mainz, der SC Oberölsbach, der SaV Erfurt, die Kampfgemeinschaft Renchtal-Weinheim und der KSV Essen machen. Letztgenannte haben sich mit einer fulminanten Aufholjagd und ein wenig Rückenwind aus Bautzen und Klötze das Finalticket in der letzten Minute sichern können. Neben Erfurt sind die Mannen aus NRW die Neulinge im Bundesfinale.

Nun das sportliche Geschehen des dritten Tages im Detail.

KSV Mainz – 1749,84 Punkte (Gesamt: Platz 1)

Eine ordentliche Schippe legte die Karnevalshochburg zur zweiten Runde drauf. Knapp 140 Zähler mehr bescherten der Truppe traumhafte 1750 Punkte. Mit nur drei Athleten, aber in Bestbesetzung traten die Mainzer in den eigenen Hallen an die Hantel. Jungmutti Sonja-Stefanie Krüger legte nach bereits absolvierten zwei Runden noch einmal eine gehörige Schippe drauf und landete am Ende mit brutalen 575 kg bei knapp 600 Punkten. Das ist das zweitbeste Saisonergebnis hinter Mannschaftskollege Sascha Stendebach. Dieser konnte in nur drei gültigen Versuchen noch ebenfalls starke 589 Punkte sammeln. Hier sollten zum Finale wieder 600 Punkte fallen. Der dritte im Bunde war Kevin Jäger. Nach langer Zeit konnte er sein Potenzial auf die Bühne zaubern und die magische 1000-kg-Grenze brechen. Auch er kann ein Kandidat auf 600 Punkte sein, wenn er die wichtigen Versuche, die er nun liegen lassen musste, in die Wertung bringt.
Mit 4697,54 Punkten ist der KSV Mainz unangefochtener Gewinner dieser Vorrunden. Nach einem krankheitsbedingt schwachen Start in die Liga, nahmen die Rheinlandpfälzer schnell Fahrt auf und besiegelten die Bundesliga mit zwei beachtlichen Ergebnissen die Saison. Der Sieg im Finale kann nach diesen Resultaten nur über sie gehen. Mit einem optimalen Wettkampfverlauf können die drei Akteure der Mainzer sogar von einem Fabelrekord von über 1800 Punkten liebäugeln. Lassen wir uns überraschen. Es wird auf jeden Fall ein heißes Finale.

SV Motor Barth – 1567,99 Punkte (Gesamt: Platz 2)

Mit dem besten Saisonergebnis schließen die Vinetastädter die Vorrunden 2018 ab. Damit bleiben sie unangefochten die beste Nordmannschaft und müssen sich derzeit nur dem KSV Mainz geschlagen geben. Bester Heber war wieder einmal Eduard Tepper. Eddy, der sich voll in den Dienst der Mannschaft gestellt hat, zeigte in sechs guten Versuchen 825 kg, die knapp 550 Punkte wert waren. Jeweils nur einen Versuch musste er hier liegen lassen. Nationalkaderathlet Martin Lange fand nach langer Abstinenz zurück in die Mannschaft. Der in der Schweiz lebende Barther startete voll aus der EM-Vorbereitung heraus und erzielte in fünf gültigen Versuchen glatte 900 kg und 529 Punkte. Im Bankdrücken und Kreuzheben ließ er noch wichtige Punkte liegen, die es gilt zur EM und zum Endkampf noch einzusammeln gilt. Rene Groß hat es am Ende nochmal spannend werden lassen. Erst im letzten Versuch bekam er seine 250 kg im Kreuzheben in die Wertung, sodass er mit 855 kg knapp 490 Punkte einfahren konnte. Überragend zeigte er sich wieder einmal in seiner Spezialdisziplin, dem Bankdrücken, wo er in drei guten Versuchen zu 290 kg kam. Mannschaftsführer Jan Bast sicherte seine Truppe mit 740 kg und 455 Punkten ohne unterstützende Ausrüstung ab. Hier zeigte sich wieder einmal seine langjährige Konstanz und überragende Leistung.
Mit stattlichen 4557,68 Punkten beschließen sie die Saison auf Platz zwei. Der SV Motor Barth ist Ausrichter der diesjährigen Titelkämpfe. In den heimischen Hallen bleibt das Ziel, den Titel zu verteidigen, um mit den Rekordmeister AC Soest gleich zu ziehen. Der AC Soest hat die Bundesliga zwischen 1983 – 1990 in Serie gewonnen und 1992 den Titel nochmals holen können. Der SV Motor Barth war 2006 erstmals erfolgreich und ist seit 2011 ungeschlagen. Das Unterfangen wird nicht leicht werden. Neben einem perfekten Wettkampf benötigen sie das notwendige Quäntchen Glück um noch an Mainz hinter sich lassen zu können.

KSV Essen 1888 – 1459,41 Punkte (Gesamt: Platz 6)

Den letzten Finalplatz holt sich doch ein wenig unerwartet die Staffel aus Nordrhein-Westfalen. Mit 1459,41 Punkten zeigten die Essener die viertbeste Saisonleistung aller Mannschaften und haben sich den Finaleinzug verdient erkämpft. Bester Punktelieferant war hier Gastheber Malte Fleissner, der trotz vier Fehlversuchen stattliche 520,29 Punkte aufs Parkett legte und 900 kg verbuchen konnte. Wenn im Finale die verlorenen Kilos noch draufgesetzt werden können, kann er bei wertvollen 550 Punkten landen. Ebenfalls die magische 500-Punkte-Grenze durchbrach Stefan Rzehak, der sich trotz dreier Fehlversuche auf 862,5 kg hocharbeitete. Auch er zeigt noch eine Menge Potenzial, dass nur noch ausgeschöpft werden muss. Als feste Größe etabliert sich Alexander Geitner in der Mannschaft. In sieben gezeigten Versuchen blieb er fehlerfrei und steuerte mit seinen 740 kg noch ordenliche 438 Punkte zum Mannschaftskonto bei. Abgesichert wurde das Team durch Superschwergewichtler Yasar Kücük, der 750 kg in die Wertung brachte und so 416 Punkte lieferte.
Mit Essen ist der Ruhrpott seit langer Zeit einmal wieder im Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften vertreten. Sie schließen die Vorrunden mit einem guten sechsten Platz und 4117,88 Punkten ab und sicherten sich damit den letzten Startplatz. Schön zu sehen, dass der Westen der Republik zur alten Stärke zurückkehren kann. Auch mit ihnen ist im Endkampf zu rechnen. Die Mannschaft ist heiß auf eine Medaille.

SC Oberölsbach – 1455,56 Punkte (Gesamt: Platz 3)

Die Krankheitswelle im oberpfälzer Team bleibt konstant. Auch zur dritten Runde waren die Oberölsbacher geplagt durch Personalengpässen. Den ersten Einsatz in der Liga hatte Nationalkaderathlet Christoph Seefeld. Entspannt durchschritt das Schwergewicht diese Runde. In der Kniebeuge beließ er es beim Einstieg über 340 kg. Im Bankdrücken gab es einen Zweitversuch, da der erste technisch ungültig gewertet wurde. Im Kreuzheben wollte er dann doch noch zeigen, was in ihm steckt und lieferte mit 315,5 kg stark ab und wurde mit einem neuen Landesrekord auf heimischen Boden belohnt. Aufgrund einer Regelungslücke wurden 315,5 kg aufgelegt. Gewertet für die Liga wurden aber nur 315 kg damit die anderen Mannschaften nicht benachteiligt wurden. So kamen knapp 530 Punkte bei 920 kg zusammen. Thomas Starklauf hatte wahrlich nach der Kniebeuge einen Lauf. Er konnte Bestwerte im Bankdrücken und Kreuzheben verzeichnen. Trotz Erkältung kamen so noch gute 752,5 kg und 465 Punkte zusammen. Die Waage ließ schon erahnen, dass es für Anja Schrener nicht der optimalste Wettkampf werden sollte. Mit knapp 45 kg holte sie sich 330 kg und 460 Punkte. Ebenfalls angeschlagen musste Thomas Lehmeier an die Hantel. Mit 700 kg sicherte er die Mannschaft mit guten 452 Punkten ab.
Mit 4368,10 Punkten schließen die Schwarzachtaler diese Bundesligasaison mit einem dritten Platz ab. Der Einzug ins Finale war, wenn man nur die Zahlen betrachtet, reine Formsache. Nun gilt ist, den dritten Platz aus den Vorrunden auch im Finale zu bestätigen. Die Konkurrenz ist stark und die Plätze drei bis sechs werden hart umkämpft sein.

Schwerathletikverein Erfurt – 1401,74 Punkte (Gesamt: Platz 4)

Mit 1400 Punkten lieferten die Thüringer nochmal solide stark ab. So konnten sie sich den Platz vier in der Gesamtwertung weiter sichern. Bester Heber der Mannschaft war Neuzugang Marius Milla, der für Mannschaftskollege Francesco Virzi einsprang. In sieben guten Versuchen blieb die Weste weiß. Im Bankdrücken konnte er einen neuen Bestwert feiern und sich über 725 kg im Total freuen. So kamen gute 505 Punkte für das Mannschaftskonto zusammen. Ebenfalls stark abgeliefert hatte Aaron Weiß. Er musste jeweils nur den dritten Versuch in der Kniebeuge und im Kreuzheben liegen lassen und kam mit 740 kg auf 465 Punkte. Junior Lucas Siegemund musste nur seinen zweiten Beugeversuch erfolgreich wiederholen, ansonsten lief es bei ihm wie am Schnürchen. 515 kg waren für das Leichtgewicht 431 Punkte wert. Komplettiert wird das Quartett mit 422 Punkten von Jacob Seever.
Mit insgesamt 4252 Punkten stehen die Thüringer am Ende der drei Vorrunden auf Platz vier und ziehen ohne große Schwierigkeiten ins Bundesligafinale 2018 ein. Nach dem Aufstieg Jahr in die erste Bundesliga im letzten Jahr, schaffen sie im zweiten Jahr den Sprung ins Finale. Auch die Thüringer haben noch ein paar Eisen im Feuer und sollten ihren Saisonbestwert von 1453,88 Punkten im Finale toppen können und sind so auch ein gewichtiger Kandidat auf den Bronzeplatz.

KG Renchtal – Weinheim – 1386,82 Punkte (Gesamt: Platz 5)

Der Wiedereinstieg in die Bundesliga für Renchtal ist geglückt. Mit knapp 1400 Punkten lieferten sie ähnlich stark ab und mussten dieses Mal nur vier Fehlversuche in 32 Versuchen verbuchen. Stärkster im Team war Martin Lux. Fehlerfrei blieb seine Weste, sodass ihm 740 kg knapp 490 Punkte einbrachten. Der Weinheimer Guido Nieland ließ nur den letzten Bankversuch über 200 kg liegen und erbeutete so Stück für Stück 720 kg für 450 Punkte. Knapp dahinter reiht sich Vereinskollege Matthias Stach mit 677,5 kg bzw. 447 Punkte ein. Abgesichert wurden die Mannen aus Baden-Württemberg von Ronny Berndt, der in einem lockeren Wettkampf auf 705 kg bzw. 438 Punkte kam.
Mit Platz fünf im Total und 4216,23 Punkten ziehen sie gleich wieder im ersten Jahr des Wiedereinstieg, dieses Mal als Kampfgemeinschaft, in den Endkampf ein. Hier können wir gespannt sein, was die Baden-Württemberger noch im Petto haben und uns zum Finale überraschen werden. Der Bestwert aus der ersten Runde liegt bei 1425,47 Punkten. Dies ist sicherlich nicht Ende der Fahnenstange.

Sancoussi GYM Potsdam – 1367,80 Punkte (Gesamt: Platz 7)

Nochmal stark abgeliefert hat das Sancoussi GYM Potsdam. Geliebäugelt und mit ein wenig Rückenwind hätte es fast noch zum Finale gereicht. Dass der KSV Essen unerwartet stark von hinten nach vorne durchrauscht, hatte man nur bedingt auf dem Schirm. Mannschaftskapitän Ron Kronschwitz ging als gutes Beispiel voran und lieferte wieder einmal die beste Leistung im Team ab. Tadellos bis auf´s Bankdrücken lief sein Wettkampf ab. Mit 710 kg sammelte er wichtige 476 Punkte für das Teamkonto. Acht gültige Versuche bescherten Katja Broxtermann einen starken Wettkampf und eine neue Bestleistung. 467,5 kg brachten ihr so 463 Punkte ein. Sebastian Gronschel musste gegenüber zur zweiten Runde ein wenig federn lassen. Mit 675 kg holte er dennoch 427 Punkte. Der Vierte im Bunde war Thomas Krizweda, der dieses Mal knapp an 400 Punkte scheiterte.
Die Potsdamer legten nochmal eine Schippe drauf, aber dies hat nicht ausgereicht um sich auf Platz sechs und ins Finale zu kämpfen. Mit 4058,26 Punkten müssen sie sich mit Platz sieben begnügen. Dennoch können die Brandenburger stolz sein. Die Leistungskurve im Team zeigt seit Jahren nach oben. Stück für Stück kämpfen sie sich an die Bundesligaspitze.

KG Bergen – Gostorf – 1333,78 Punkte (Gesamt: Platz 10)

Am Ende landen die Insulaner in den TopTen und schaffen mit 1333 Punkten am letzten Wettkampftag nicht mehr den Sprung ins Finale. Hier hätte das Team in Bestbesetzung und mit Gastheber Alexander Hoffmann antreten müssen. Wiederum der beste Heber der Kampfgemeinschaft war Ronny Schröder, der exakt die gleiche Leistung zur zweiten Runde mit 760 kg im Total und 474 Relativpunkte abrufen konnte und ließ dabei noch einige Kilos liegen. Das Gostorfer Geburtstagskind, René Ullerich, brachte in fünf guten Versuchen immerhin noch gute 745 kg zusammen, die ihm 455 Relativpunkte bescherten. Auch hier wäre das ein oder andere Kilo noch im Tank gewesen. Die 400-Punkte-Marke knackte wiederum Sven Schröder. Abgesichert wurde das Team von Torsten Pfeiffer, der bei den vergangenen Classic-Europameisterschaften Silber im Kreuzheben abgreifen konnte. Klassisch holte er so 632,5 kg und 366 Punkte.
Mit 3959,50 Punkten landen sie in der Endabrechnung auf Platz zehn. Sie haben sich gut durch das Jahr geschlagen, haben aber immer noch genug Potenzial nach oben, auch wenn der aktive Kader sehr dünn besetzt ist. Dieses Mal hat es nicht für das Finale fast „dahoam“ gereicht.

TSV Katzwang 05 – 1313,71 Punkte (Gesamt: Platz 12)

Nach einer schwachen zweiten Runde, liefen die Mittelfranken nochmals zur Hochform auf. Sie mussten lediglich auf Teamkollege Ricardo Schunk verzichten, der das Ergebnis noch ein wenig höher hätte schrauben können. Mit Saisonbestwert können sie allemal zufrieden sein und noch einen Platz in der Gesamttabelle gut machen. Bester Heber war mit acht gültigen Versuchen und starken 817,5 kg Roman Reinbold. Glatte 470 Punkte waren dies wert. Nur 310 kg aus dem Drittversuch der Kniebeuge musste er mangels Tiefe liegen lassen. Gut abgeliefert hat Vereinskollege Armin Seynstahl. Jeweils zwei gute Versuche konnte er verbuchen und so 615 kg fürs Total sammeln. Wichtige 441 Punkte und damit 20 Punkte mehr als zur zweiten Runde kamen so zusammen. 400 Punkte knackte auch Thomas Ziegler. Wieder abgesichert wurde das Team von Philipp Gröbner, der mit 632,5 kg immerhin noch 391 Punkte holte.
Die Mittelfranken etablieren sich weiter in der Bundesliga. Mit ihrem kleinen aber feinen Team landen sie noch im Mittelfeld der Liga. Mit ein wenig Verstärkung und Nachwuchsarbeit können sie auf lange Sicht gesehen noch ein paar Plätze in der Tabelle gut machen. Dieses Mal sind 3881,26 Punkte Platz zwölf wert.

KBV Bautzen – 1306,75 Punkte (Gesamt: Platz 8)

Nach dem zweiten Wettkampftag lagen die Sachsen mit nur sieben Zählern hinter dem VfB Klötze und damit nur einen Katzensprung zum Finale. Mit einer Rundenleistung von knapp über 1300 Punkten konnten sie sich gegen dem KSV Essen nicht behaupten und rutschten sogar noch auf Platz acht ab. Scheinbar ließen es die Sachsen in der letzten Vorrunde ruhiger angehen, um einen Finaleinzug vermeiden zu können. Bester Heber war Marcus Böttger. In nur sechs Versuchen brachte er vier davon ins Ziel und erzielte dabei ein Total von 725 kg was gute 444 Punkte ergab. Gastheber Jan Thurn hatte in der Beuge zu kämpfen. Nur der Zweitversuch über 260 kg wollte hier gültig gelingen. Im Bankdrücken und Kreuzheben lief es dafür besser. Am Ende brachte er 722,5 kg ins Ziel und wurde mit 435 Punkten belohnt. Dritter im Bunde war dieses Mal Nico Ruhland. Mit sechs guten Versuchen kam er auf knapp 700 kg. Er steuerte zum Mannschaftsergebnis noch 426 Punkte bei. Abgesichert wurde das Trio von Elke Erbs, die dieses Mal locker an den Start ging. Sie musste nur ihren letzten Bankversuch liegen lassen und knackte im Kreuzheben die 200-kg-Marke. Mit 410 kg erreichte sie 418 Punkte.
Der Endkampf sollte dieses Jahr anscheinend nicht das Ziel sein. Vielleicht sehen wir nächstes Jahr Bautzen mit einer schlagkräftigen Mannschaft im Finale. In der Endabrechnung belegen sie mit insgesamt 4038,36 Punkten den achten Platz knapp hinter Sancoussi GYM Potsdam. Sie werden aber sicherlich wieder mitspielen und in der Tabelle im vorderen Mittelfeld zu finden sein.

Herrnburger AV 77 – 1303,06 Punkte (Gesamt: Platz 11)

Den TopTen-Platz konnten die Mecklenburger nicht mehr erkämpfen. Hier mussten sie sich den Nachbarn aus Bergen und Gostorf geschlagen geben. Die Herrnburger zeigten eine konstante Saison und platzierten sich im guten Mittelfeld. Mit nur drei ungültigen Versuchen in der gesamten Mannschaft bei 36 Versuchen stachen sie in der Gesamtschau heraus. Gastheber Sebastian Kienast sowie Eric Stockdreher blieben fehlerfrei und konnten so wichtige 444 bzw. 439 Punkte sammeln. Dabei fiel die eine oder andere Bestmarke. Martin Persen erkämpfte sich mit 705 kg im Total noch gute 419 Punkte. Abgesichert wurde das Team von Caroline Hiss, die nur ihren letzten Bankversuch liegen lassen musste. Sie kam mit 385 kg auf 365 Punkte.
Solide geht das Bundesligajahr 2018 für den Herrnburger AV 77 zu Ende. Mit einer konstanten Leistung von knapp 4000 Punkten belegen sie den elften Platz der Liga. Die Kurve zeigt nach oben und die Nachwuchsarbeit zeigt langsam seine Früchte. Hier können wir für die Zukunft gespannt sein.

SV Fellbach – 1247,28 Punkte (Gesamt: Platz 15)

Im Herzschlagfinale mussten sich die Baden-Württemberger nochmal der SG Randersacker geschlagen geben. Am Ende hatten sie zwei Asse im Ärmel, die aber am Ende sich der schweren Hantel hauchdünn geschlagen geben mussten. Bester Heber wurde der Senioreneuropameister Matthias Siegle mit glatten 450 Punkten. Mit nur vier gültigen Versuchen brachte Mateusz Volk gute 400 Punkte in die Wertung. Arg kämpfen musste er dabei in der Kniebeuge und im Bankdrücken. Hier steckt eine Menge Potenzial, das nur wartet, herausgeholt zu werden. Im Kreuzhebe gab es 295 kg. Die geforderten 310 kg für den Sieg über die SG Randersacker waren an diesem Tag noch einen Hauch zu schwer. Dritter im Bunde war mit 396 Punkten Tim Huber mit 642,5 kg. Dicht gefolgt von Lukas Gärtner, der im letzten Versuch auch nochmal wichtige Punkte hätte sammeln können.
Nach einer durchwachsenen Saison landen die Baden-Württemberger auf den vorletzten Platz der Liga mit 3607,82 Punkten. Der Wiedereinstieg in die Bundesliga war holprig. So mussten sie noch ein wenig Lehrgeld bezahlen. Potenzial steckt in der Mannschaft. Mit ein wenig Arbeit im Equipment und dem notwendig Quäntchen Glück und weniger Pech, sollten sie sich nächstes Jahr ein Stückchen weiter oben in der Tabelle wiederfinden.

VfB Klötze – 1232,29 Punkte (Gesamt: Platz 9)

Dem Finale entflohen sind die Sachsen-Anhaltiner. Nachdem bei den Klötzern der Generationenwechsel voll im Gange ist, ist man noch nicht bereit mit der jungen Truppe ins Finale einzuziehen. Daher ließen sie es in der letzten Runde der Saison ruhiger angehen. Stammheber Thomas Korell ging ohne Equipment an die Hantel und sicherte so die junge Truppe mit 355 Punkten ab. Bester Heber war Nationalkaderathlet Patrick Lösel, der sich in der Vorbereitung auf die Europameisterschaften befindet. Er holte mit glatten 700 kg satte 438 Relativpunkte. Er musste nur seinen letzten Kreuzhebeversuch liegen lassen. Knapp 410 Punkte sammelte René Borchert für das Teamkonto. Mit ebenfalls acht gültigen Versuchen sammelte er 572,5 kg. Dritter im Bunde war der Jugendliche Vincent Opitz, der noch 383 Punkte beisteuern konnte.
In der Endabrechnung landen sie auf Platz neun mit 3970,89 Punkten. Wenn sie nächstes Jahr wieder mit Vollgas antreten, ist auch der Sprung ins Finale wieder möglich. Dieses Jahr wurde zugunsten der Jungen noch darauf verzichtet. So können wir für die Zukunft hoffen, dass auch diese die Punkte für die nächsten Jahre liefern werden.

SG Randersacker – 1195,88 Punkte (Gesamt: Platz 14)

Das Bundesligaurgestein kämpft und schlägt sich in den eigenen Hallen wacker. Im Herzschlagfinale ging es darum, den SV Fellbach auf Abstand zu halten, was bis zum letzten Hebeversuch der Fellbacher offen blieb. Mit knapp 1200 Punkten konnten sie sich zur zweiten Runde wieder steigern. Knapp 60 Punkte hatten die Unterfranken Vorsprung auf Fellbach. Was am Ende auch reichen sollte. Bester Heber der Mannschaft war überraschend Mannschaftsführer János Geerhardt. Mit 607,5 kg und neun gültigen Versuchen steuerte er wichtige 404 Relativpunkte bei. Die 400-Punkte-Marke knackte auch Dirk Motzkus, der ebenfalls einen tadellosen Wettkampf hinlegte. Der dritte im Bunde machte es bereits bei der Kniebeuge spannend. Erst im letzten Versuch konnte David Weidemüller mit der Tiefe überzeugen und 225 kg gültig zur Hochstrecke bewegen. Am Ende kamen 597,5 kg zusammen, was noch gute 391 Punkte bedeutete. Abgesichert wurde das Team vom Junior Simon Bausewein, der 602,5 kg und 367 Punkte in die Wertung brachte.
Nach einigen personellen Engpässen durch Verletzungen hat sich auch die SG Randersacker wieder durch das Bundesligajahr 2018 gekämpft. Mit 3615,97 Punkten landen die Unterfranken auf den 14. Platz in der Gesamttabelle. Mit ein wenig mehr Glück , können sie wieder auf eine bessere Platzierung im nächsten Jahr hoffen.

AC Siegfried Darmstadt – 1136,11 Punkte (Gesamt: Platz 13)

Nahezu RAW gingen die Hessen in Unterfranken an den Start. Nur hier und da wurde ein Hemd oder Anzug angezogen, sodass es bei den Darmstädtern gemütlich von statten ging. Bester Heber der Truppe war Sven Saiko, der mit 675 kg als einziger die 400-Punkte-Marke knackte. Axel Hütter zeigte in fünf guten Versuchen 610 kg, die noch 382 Punkte wert waren. Locker durch den Wettkampf ging es bei Marc James, der nur seinen letzten Bankversuch liegen lassen musste. Immerhin sammelte er noch knapp 350 Zähler für das Mannschaftskonto. Abgesichert wurden die Mannen von Michelle Barth. Beeindruckt hat sie sicherlich mit ihren letzten Kreuzversuch, den sie mit letzter Kraft und in Zeitlupe nach oben wuchten konnte. Sie sammelte mit 325 kg gute 330 Punkte.
Gemütlich lassen die Darmstädter das Jahr ausklingen und landen mit entspannten 3748,06 Punkten in der Endabrechnung auf den 13. Platz der Liga. Lassen wir uns überraschen, was die Truppe nächstes Jahr wieder zu bieten hat, wenn der Endkampf in den Süden geht. Dann werden die Bandagen wieder angezogen und die Schnürbändchen neu fest gezurrt.

KG Magdeburg – Schönbeck – 1081,45 Punkte (Gesamt: Platz 16)

Die Truppe aus Sachsen-Anhalt bleibt das Pech anhaften und bildet in der letzten Vorrunde das Schlusslicht der Bundesliga. Mit 1081 Zählern kommen sie auf insgesamt 3387 Punkte, was in der Endabrechnung Platz 16 bedeutet. Durch den Platzer von Steven Podas in der Kniebeuge war der beste Mann im Team Tim Baldensperger mit 393 Punkten. Wichtige Zähler blieben bei Steven liegen, die in der Endabrechnung dieser Runde Platz 15 bedeutet hätten. So mussten sie die Hessen den Vortritt lassen. Nahezu mit gleicher Leistung lieferten Johnesen Münster und Martin Plötz ab. Knapp 350 Punkte sammelten sie jeweils für das Punktekonto der Kampfgemeinschaft.
Das erste Bundesligajahr ist damit gemeistert. Die KG hat sich drei Runden durchgebissen. Nun heißt es Aufbauarbeit zu leisten und mit ein wenig mehr Glück im nächsten Jahr, kann Stück für Stück nach oben angegriffen werden.

 

Die dritte Runde ist nun Geschichte. Die ersten Würfel sind gefallen. Ende Mai geht es an die Ostsee zum SV Motor Barth. Hier werden die Karten neu gemischt. Wer an diesem Tag die beste Truppe stellen kann und mit dem nötigen Quäntchen Glück sich durchkämpft, darf sich Deutscher Mannschaftsmeister 2018 nennen. Topfavorit ist und bleibt der KSV Mainz. Bleibt ihnen zu hoffen, dass kein ähnliches Missgeschick wie im Vorjahr passiert und seien wir gespannt ob 1800 Punkte fallen werden. Stärkster Konkurrent ist der SV Motor Barth, der als Seriensieger immer für Überraschungen gut sein wird. Platz drei und damit der letzte Treppchenplatz wird hart umkämpft sein. Alle verbleibenden Mannschaften haben in Bestbesetzung die Chance auf Bronze. Freuen wir uns auf Ende Mai. Bleibt bis dahin verletzungsfrei, erholt euch gut und greift noch einmal im Training an, um die letzten Körner drauf zu packen.

 

 

Rosina Polster

Neuen Kommentar schreiben

Filtered HTML

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <blockquote> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
Um Spam zu vermeiden, beantworten Sie bitte die Frage.
Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer e.V.
www.bvdk.de